Mittwoch, 11. Dezember 2019

Adidas-Schreck enttäuscht Under-Armour-Aktie verliert mehr als 20 Prozent

Starke Performance: Under Armour hat in der Vergangenheit etwa alle drei Jahre seine Umsätze verdoppelt und eine große Erwartungshaltung geschürt. Die Erwartungen wurden jetzt enttäuscht
Carlos Serrao / Under Armour
Starke Performance: Under Armour hat in der Vergangenheit etwa alle drei Jahre seine Umsätze verdoppelt und eine große Erwartungshaltung geschürt. Die Erwartungen wurden jetzt enttäuscht

Der Sportartikelhersteller Under Armour verfehlt für das vierte Quartal die Umsatzerwartungen. Zugleich verlässt der Finanzchef den Konzern. Die Aktie des Adidas-Rivalen bricht um mehr als 20 Prozent ein.

Der amerikanische Sportartikelhersteller Under Armour verliert angesichts einer stärker werdenden Konkurrenz an Zugkraft. Der Umsatz stieg zwar um 12 Prozent auf 1,3 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal, teilte der Konzern am Dienstag mit. Damit blieb der Adidas - und Nike-Konkurrent aber hinter den Erwartungen der meisten Analysten zurück. Der Gewinn sank um 1 Prozent auf 105 Millionen Dollar.

Der Konzern, der angetreten war, um den Großen der Branche das Fürchten zu lehren und dessen Gründer und Vorstandschef Kevin Plank nie um einen Seitenhieb auf die Wettbewerber verlegen war, hat einen enormen Lauf hinter sich. Etwa alle drei Jahre verdoppelten sich die Umsätze. Dies hatte aber auch immer die Frage aufgeworfen, wie lange das Tempo zu halten ist.

Vorstandschef Plank räumte am Dienstag Probleme auf dem US-Markt ein. Gleichzeitig verkündete er das Ausscheiden von Finanzchef Chip Molloy, der durch David Bergman ersetzt werden soll.

Die Aktie von Under-Armour Börsen-Chart zeigen sackte im Frankfurter Xetra-Handel um rund 23 Prozent ab.

Reuters

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