Dienstag, 26. Mai 2020

400 Millionen Dollar Umsatz an einem Wochenende Die zehn teuersten Oldtimer von Pebble Beach

Ferrari 250 GTO im kalifornischen Pebble Beach: Die Preise für klassische Automobile sind zuletzt enorm gestiegen

2. Teil: Pink-Floyd-Schlagzeuger Nick Mason besitzt einen ...

Zudem gibt es durchaus nachvollziehbare Gründe für den Kauf eines klassischen Autos, auch zu höheren Preisen: Einige Modellen etwa wurden nur in geringer Stückzahl gebaut. Solche Autos werden zudem lediglich alle paar Jahre zum Verkauf angeboten - und Treffen dann auf eine enorme Nachfrage.

Das beste Beispiel dafür ist wiederum der Ferrari 250 GTO. Von den je nach Zählweise 36 oder 39 einst hergestellten Exemplaren sind Experten zufolge bis heute nur noch etwa 20 erhalten. Eines davon befindet sich beispielsweise im Besitz von Nick Mason, dem früheren Schlagzeuger der britischen Rockband Pink Floyd. Wer jedoch die Eigentümer der restlichen dieser begehrten Sammlerstücke sind, wissen nur wenige Fachleute.

Die zuvor letzte Versteigerung eines 250 GTO fand zudem vor mehr als zehn Jahren statt. Nachvollziehbar also, dass die Nachfrage bei der Auktion vergangene Woche in Kalifornien enorm war. Denn hinzu kommt noch: Insbesondere in der aktuellen Lage auf den Finanzmärkten interessieren sich nicht nur vermögende Autoliebhaber für eine solche Offerte. Auch Investoren, die anderswo kaum Zinsen oder Rendite für ihre Anlagen bekommen, sitzen bei den Auktionen im Publikum.

Fachleute halten den Preis von 38 Millionen Dollar vor dem Hintergrund trotz allem für - wenn der Ausdruck in dem Zusammenhang angebracht ist - marktgerecht. Und nicht nur Experte Wilke glaubt an ein stabiles Geschäft.

"Es ist so viel Geld auf der Welt, dass ich keinen Grund für einen Abschwung sehe", sagte etwa Robert Brooks, Chef des Auktionshauses Bonhams, laut Spiegel Online. Vor allem im Fernen Osten, wo der Wohlstand in der Bevölkerung stetig ansteigt, bestehe noch viel Potenzial für Sammelleidenschaft und Liebhaberei klassischer Automobile.

"Für Kunst ist Asien bei uns schon heute der größte Markt", sagte Brooks laut Spiegel Online. "Irgendwann werden die Chinesen auch ihre Liebe für alte Autos entdecken." Spätestens dann würden die Preise den nächsten Sprung machen, glaubt der Auktionshauschef.

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