Google winkt ab Die Twitter Buyout-Blase platzt

Twitter-Logo an der NYSE: Google mag nicht kaufen, meint "Recode". Die Aktie ist im Sturzflug

Twitter-Logo an der NYSE: Google mag nicht kaufen, meint "Recode". Die Aktie ist im Sturzflug

Foto: ANDREW BURTON/ AFP

Für eine mögliche Übernahme des Internetdiensts Twitter sind viele prominente Namen im Spiel - aber Google hat entgegen früherer Berichte angeblich doch kein Interesse. Eine entsprechende Meldung der auf Technologiethemen spezialisierten Nachrichtenseite Recode schickte die Twitter-Aktie auf Talfahrt. Bei Handelsbeginn in New York am Donnerstag stürzte sie um mehr als 16 Prozent auf 20,85 Dollar ab.

Recode hatte am Mittwoch unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, der Internetriese Google  wolle Twitter nicht kaufen. Auch ein Gebot vom Technologiekonzern Apple sei wenig wahrscheinlich. Von Twitter war zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht zu erhalten, auch Google reagierte nicht auf Anfragen.

Salesforce und Microsoft gelten noch immer als mögliche Bieter

Die schon lange schwelenden Übernahmegerüchte um Twitter hatten Ende September Fahrt aufgenommen. US-Medien nannten Google, Apple  , den Cloud-Anbieter Salesforce , den Technologiekonzern Microsoft  , den Telekommunikationskonzern Verizon und den Medienkonzern Disney als mögliche Käufer. Google wurde dabei als besonders ernsthafter Interessent gehandelt. Angeschoben von den Spekulationen legte die Twitter-Aktie kräftig zu.

Es wird erwartet, dass der Internetdienst diese Woche erste Gebote entgegen nimmt. Bislang hat allerdings kein Unternehmen öffentlich erklärt, Twitter kaufen zu wollen. Der Dienst ist an der Börse derzeit rund 17 Milliarden Dollar (15 Milliarden Euro) wert.

Der Internetdienst, der dieses Jahr seinen sechsten Geburtstag feierte, hat noch nie Gewinn gemacht. Die Nutzerzahlen steigen zudem mittlerweile nur noch langsam. Während Twitter etwa bei Journalisten, Aktivisten und Prominenten von Musik bis Sport sehr beliebt ist, hapert es weiterhin an der Verankerung in der breiten Bevölkerung.

la/dpa/reuters
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