Dienstag, 20. August 2019

Test der Supercharger Was taugt Teslas elektrischer Highway?

Unterwegs im Tesla S von München nach Amsterdam: Die mmo-Redakteure Nils Sorge und Wilfried Eckl-Dorna (rechts) testen Teslas neues Supercharger-Netz in Deutschland
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Unterwegs im Tesla S von München nach Amsterdam: Die mmo-Redakteure Nils Sorge und Wilfried Eckl-Dorna (rechts) testen Teslas neues Supercharger-Netz in Deutschland

4. Teil: Supercharger beim Autohof von Bad Rappenau

13.00 Uhr: Gleich sind wir in Bad Rappenau. Dort ist der zweite Supercharger.

Bahn frei: Die linke Spur gehört uns, neben dem Tacho zeigt das Fahrerdisplay auch die Navigation an
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Bahn frei: Die linke Spur gehört uns, neben dem Tacho zeigt das Fahrerdisplay auch die Navigation an
13.10 Uhr: Der erste Ladeversuch schlägt leider fehl, die Säule will einfach keinen Saft abgeben.

13.15 Uhr: Wir parken das Auto etwas um, die Säule nebenan macht keine Schwierigkeiten. Einmal volltanken, bitte!

13.17 Uhr: Und das geht jetzt mal rasant. Rechnerisch tanken wir laut Anzeige Strom für 624 Kilometer pro Stunde. 264 Ampere, 374 Volt, heißt es im Display. Das sind jetzt immerhin 98 Kilowatt.

13.22 Uhr: Immerhin acht Ladesäulen gibt es hier in Bad Rappenau, wir sind derzeit die einzigen, die Strom zapfen. Aber es hat sich eine kleine Menschentraube um das Auto gebildet.

13.25 Uhr: Dabei ist auch Autohof-Pächter Kay Nekolny. Gestern Abend hat er den ersten Niederländer mit einem Tesla begrüßt, der nicht nur aufgeladen hat, sondern auch gleich über Nacht geblieben ist.

Der Autohofpächter und seine Bekannten haben den live Ticker auf mmo verfolgt und haben uns empfangen
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Der Autohofpächter und seine Bekannten haben den live Ticker auf mmo verfolgt und haben uns empfangen
13.47 Uhr: Dazu muss man allerdings anmerken, dass es natürlich schönere Orte im Schwabenland zum Übernachten gibt als einen Autohof - tschuldigung, Herr Nekolny, auch wenn dieser wirklich gut in Schuss ist.

13.55 Uhr: Wir haben uns hier etwas verquatscht, aber dafür haben wir schon wieder 426 Kilometer auf der Uhr. Da ging innerhalb von 40 Minuten jetzt schon mächtig Saft in den Akku. Als wir ankamen, war unsere Reichweite auf 220 Kilometer zusammengeschrumpft.

14.00 Uhr: Kleiner Fahrerwechsel unsererseits, das nächste Ziel heißt Wilnsdorf. Ob wir dort auch auf einen Autohof-Pächter treffen, der in Elektroautos sogar ein neues Geschäftfeld sieht?

14.05 Uhr: Denn Kay Nekolny, der Autohofpächter von Bad Rappenau, ist mit seinen bisherigen Stromtankkunden mehr als zufrieden. Ein niederländischer Tesla-Fahrer hat in seinem Motel übernachtet und gegessen, ein weiterer dinierte im Autohof. Benzintanker kaufen gerade mal Kaugummi oder ein Päckchen Zigaretten, meint er - bei typischen Tesla-Fahrern sitzt das Geld etwas lockerer.

14.10 Uhr: Deshalb überlegt Nekolny, ob er künftig nicht ein eigenes Tesla-Menü anbieten sollte. Denn für ihn sind die acht Supercharger-Stationen ein Zusatzgeschäft ohne Zusatzkosten. Die Extra-Stromleitung und die Stromzapfsäulen hat Tesla komplett gezahlt.

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