Sonntag, 18. August 2019

Test der Supercharger Was taugt Teslas elektrischer Highway?

Unterwegs im Tesla S von München nach Amsterdam: Die mmo-Redakteure Nils Sorge und Wilfried Eckl-Dorna (rechts) testen Teslas neues Supercharger-Netz in Deutschland
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Unterwegs im Tesla S von München nach Amsterdam: Die mmo-Redakteure Nils Sorge und Wilfried Eckl-Dorna (rechts) testen Teslas neues Supercharger-Netz in Deutschland

2. Teil: Begegnung von Tesla zu Tesla

10.20 Uhr: Ausfahrt zu Supercharger Nummer 1. Das Navi weiß leider nicht, dass hier eine Baustelle ist und will, dass wir in den Matsch fahren.

10.21 Uhr: Gut, dass uns Tesla bereits gebrieft hatte. Außerdem ist die Beschilderung recht eindeutig: Autohof. Trotzdem ist es natürlich ein Manko, dass das Navi nicht den Weg zum Supercharger weist wegen der Baustelle.

10.22 Uhr: Auf dem Weg zur Ladesäule kommt uns ein dunkelblauer Tesla entgegen. Der Fahrer lässt das Fenster runter. Kleines Gespräch, die beiden wollen heute von München nach Stuttgart und zurück.

Tesla-Fahrer unter sich. Die beiden Herren wollen von München nach Stuttgart und zurück und kommen gerade von der Ladesäule in Jettingen-Scheppach.
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Tesla-Fahrer unter sich. Die beiden Herren wollen von München nach Stuttgart und zurück und kommen gerade von der Ladesäule in Jettingen-Scheppach.

10.40 Uhr: Alles easy in Jettingen-Scheppach. An einem Monsterkabel sitzt ein fetter Stecker. Auf den mussten wir einfach zweimal drücken, dann springt die "Tanklappe" im Rücklicht auf.

10.45 Uhr: Der Wagen lädt mit 122 Ampere und 393 Volt. Quizfrage: Wie viel Watt sind das?

10.48 Uhr: Hier die Antwort: 47946 Watt, also 47,946 Kilowatt. Ist klar: P=U mal I, wer erinnert sich an Physik in der siebten Klasse?

10.55 Uhr: Von 292 Kilometern Reichweite sind wir wieder auf 430. Das sollte erstmal reichen. Wir machen noch ein schönes Bild, dann geht es weiter.

10.52 Uhr: Das bedeutet aber, dass der Charger seine angebene Leistung bei Weitem nicht ausschöpft. Diese soll bei 135 Kilowatt liegen. Das liegt wohl daran, dass die Batterie noch relativ voll ist. Dann lädt er langsamer, damit die Batterie keinen Schaden nimmt. Bis zu einem Ladestand von 80 Prozent soll es dagegen richtig rasant gehen. Wir werden das an der nächsten Ladesäule überprüfen.

11.10 Uhr: Okay, wir sind wieder auf der Autobahn. Unser Fazit: Die Supercharger funktionieren einwandfrei und sind leicht zu verstehen. Allerdings laden sie eben nicht mit voller Krat, wenn die Batterie noch recht voll ist. So gesehen war der Stopp in Jettingen-Scheppach nicht besonders sinnvoll (außer für die Fotos natürlich) und hat recht viel Zeit gekostet. Wir überlegen jetzt, ob wir den nächsten Charger auslassen, falls die Batterie einen komfortablen Ladestand anzeigt.

11.20: Das Tippen auf der Tastatur ist übrigens nicht sehr komfortabel. Sollen wir die Luftfederung dafür verantwortlich machen? Offensichtlich nicht allein. Eben auf dem Autohof in Jettingen hat uns eine Kollegin vom Bayerischen Rundfunk kurz interviewt, sie macht einen Radiobeitrag über die ruckelige Autobahn zwischen Augsburg und Ulm. Sie hat auch das Foto von uns gemacht. Danke!

11.25: Wir haben jetzt eine Restreichweite von 330 bis 433 Kilometern, je nach Fahrweise. Bis zum nächsten Supercharger sind es 180 Kilometer, bis zum übernächsten 409. Das ist uns etwas zu unsicher. Einen ganz kurzen Zwischenstopp müssen wir wohl einlegen. Oder? Kommentare dazu bitte auf Facebook

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