Montag, 21. Oktober 2019

Auch Gas für Privatkunden teurer Strompreise auf Rekordhoch in Deutschland

Die Menschen in Deutschland sparen Strom, doch die monatliche Abrechnung wird nicht kleiner

Der Strompreis für Privathaushalte ist in diesem Jahr auf eine Rekordhöhe gestiegenen. Erstmals kostete eine Kilowattstunde im Durchschnitt mehr als 30 Cent. Für den Stichtag 1. April ermittelte die Bundesnetzagentur einen Durchschnittspreis von 30,85 Cent je Kilowattstunde. Das war fast ein Cent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres, wie aus Zahlen für den neuen Monitoringbericht der Behörde hervorgeht. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Lieferanten diesmal die Preistreiber

Erstmals seit 2014 wurde auch Gas für Haushaltskunden teurer. Der Durchschnittspreis je Kilowattstunde stieg um fast 4,5 Prozent auf 6,34 Cent.

Preistreiber beim Strom waren laut Netzagentur in diesem Jahr die von den Lieferanten beeinflussbaren Kosten, die etwa ein Viertel des gesamten Strompreises ausmachen.

Auf den Stromrechnungen stieg der Anteil für Beschaffung, Vertrieb und die Handelsspanne der Versorger um 0,91 Cent auf 7,61 Cent je Kilowattstunde. Das ist ein Plus von rund 13,6 Prozent.

Der größte Block auf der Stromrechnung sind aber Steuern, Abgaben und Umlagen, auf die mehr als die Hälfte des gesamten Preises entfallen.

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