Sonntag, 16. Juni 2019

Gemeinschaftswährung unter Druck Aus diesen drei Gründen fällt der Euro

Schattenmänner: Die Kräfte, die den Euro-Kurs bewegen, liegen zum Teil im Dunkeln

Die Aktienmärkte auf dem alten Kontinent boomen, viel Geld, so ist vielfach zu lesen, strömt von Investoren aus dem außer-europäischen Ausland an die hiesigen Börsen. Müsste das nicht eigentlich auch dem Euro Auftrieb geben?

Fehlanzeige: Der Euro Börsen-Chart zeigen befindet sich seit Monaten im Sinkflug - oder der Dollar im Höhenflug, je nach Perspektive. Seit seinem letzten Hoch vor ziemlich genau einem Jahr hat der Euro gegenüber dem Dollar etwa 22 Prozent an Wert verloren.

Ein Wunder ist das nicht, denn die Kapitalflüsse zwischen der Euro-Zone und den USA sprechen eine eindeutige Sprache. Wie etwa das "Wall Street Journal" ("WSJ") vorrechnet, haben Investoren allein seit Mai vergangenen Jahres netto 164 Milliarden Euro aus Aktien und Anleihen der Euro-Zone abgezogen. Und das, obwohl die hiesigen Börsen spätestens seit Januar florieren.

Die Gründe dafür sind vielfältig, die Entwicklung der Aktienmärkte spielt eine Rolle ebenso wie jene auf den Anleihemärkten. Zudem das Verhalten von Zentralbanken und privaten Investoren. Nicht zu vergessen: Die Realwirtschaft in der Euro-Zone sowie in den USA und anderswo.

Hier die wichtigsten Faktoren, die den Euro gegenwärtig beeinflussen:

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