Montag, 14. Oktober 2019

Teure Spritztour im Schwabenland 38.000 Euro Bußgeld - Porsche-Fahrer hat es passend dabei

Porsche 911 Carrera (Archiv): Wer mit einem geliehenen Auto aus dem EU-Ausland auf deutschen Straßen unterwegs ist, sollte die Zollbestimmungen beachten

Teure Spritztour: Ein auf einer Autobahn in Schwaben kontrollierter Sportwagenfahrer hat wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung nachträglich 38.000 Euro Einfuhrabgaben zahlen müssen. Wie der Zoll am Freitag mitteilte, hatten Beamte auf der A96 bei Kißlegg in Baden-Württemberg einen 51-jährigen Mann aus Irland überprüft, der einen Porsche mit Schweizer Zulassung fuhr.

Der Mann konnte allerdings nicht die nötige Zollanmeldung vorlegen. Angeblich gehörte der Sportwagen einem Freund. Daraufhin leitete der Zoll ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen den Fahrer ein. Gleichzeitig wurden die Einfuhrabgaben und eine Sicherheitsleistung für die zu erwartende Strafe fällig. Der Mann zahlte noch vor Ort.

Der Zoll wies darauf hin, dass die Einreise mit Fahrzeugen, die in einem Nicht-EU-Staat zugelassenen sind, nur dann formlos möglich ist, wenn der Halter selbst das Auto nutzt. Wenn er es aber an Dritte weitergibt, seien zwingend Zollformalitäten zu erledigen.

Nicht nur für Zollbeamte, sondern auch für Porsche selbst sind Porsche-Fahrer durchaus einträglich: Die Analysten des Finanzinformationsdienstes Bloomberg haben jüngst ausgerechnet, welche zuletzt vorgestellte Autoneuheit für den jeweiligen Hersteller eigentlich am profitabelsten ist. Ergebnis: Ganz vorne im Ranking landet mit großem Abstand der neue Porsche 911, intern auch 992 genannt. Das Auto, das Porsche auf der vergangenen Los Angeles Auto Show Ende 2018 vorstellte, trägt beinahe 30 Prozent zum Gewinn der Porsche AG bei, so die Analyse. Kein anderes neues Modell der letzten Zeit kommt auf einen besseren Wert.

la/dpa

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