Dow-Jones-Absturz hat Nachspiel Polizei verhaftet mutmaßlichen "Flash Crash"-Händler

Von mm-newsdesk
Firmensitz von Nav Sarao Futures in London: Schwere Vorwürfe der Ermittler

Firmensitz von Nav Sarao Futures in London: Schwere Vorwürfe der Ermittler

Foto: NEIL HALL/ REUTERS

Die britische Polizei hat den Mann verhaftet, der für den in Punkten gemessen stärksten Kurssturz in der Geschichte der Wall Street verantwortlich gewesen sein soll.

Der 37-Jährige soll mit einem manipulierten Handelsprogramm dafür gesorgt haben, dass der Dow-Jones-Index am 6. Mai 2010 innerhalb von fünf Minuten um 600 Punkte einbrach. Kurzzeitig fiel dadurch die Börsenkapitalisierung um insgesamt eine Billion US-Dollar. Der Vorfall ging als "Flash Crash" in die Finanzgeschichte ein.

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Der Brite wird auch beschuldigt, mit seiner Firma Nav Sarao Futures in großem Stil Scheinaufträge für sogenannte Indexprodukte platziert zu haben. Damit habe er die Kurse gedrückt, um Kontrakte auf Termingeschäfte, die er vorher veräußert hatte, günstiger zurückkaufen zu können, so die Ermittler.

Der Händler soll auf diese Weise über fünf Jahre hinweg 40 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) ergaunert haben. Zuletzt soll er am 6. April dieses Jahres die Märkte manipuliert haben.

Nun muss er sich wegen Betrugs, Manipulation und anderer Vergehen verantworten. Auch die Finanzaufsicht CFTC hat ein Verfahren eröffnet. Die USA fordern seine Auslieferung.

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ts/syd/dpa/Reuters/AP
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