Statistik Pensionäre sind die größten Vermögensgewinner

Mit einem Plus von rund 22 Prozent konnte keine andere Bevölkerungsgruppe ihr Vermögen in den vergangenen Jahren so stark steigern wie die Pensionäre. Sie besitzen im Schnitt nun doppelt so viel wie der Rest der Gesellschaft.
Pensionäre haben nicht nur deutlich mehr Vermögen als Rentner, in den vergangenen Jahren wuchs es auch deutlich schneller

Pensionäre haben nicht nur deutlich mehr Vermögen als Rentner, in den vergangenen Jahren wuchs es auch deutlich schneller

Foto: Corbis

Wiesbaden - Deutschlands Pensionäre sind die Vermögensgewinner der letzten Jahre. Das durchschnittliche Nettogesamtvermögen der Pensionäre stieg 2013 im Vergleich zu 2008 um 21,6 Prozent auf 298.700 Euro pro Haushalt. Das geht aus der neuesten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe hervor, die das Statistische Bundesamt bereits am Montag veröffentlicht hat und über die die "Welt" berichtete. Die Statistiker erheben für die Stichprobe alle fünf Jahre Daten von fast 55.000 Haushalten.

Der außerordentliche Vermögenszuwachs von Pensionären ist jedoch weniger auf die von ihnen bezogenen Altersgelder an sich zurückzuführen. Vielmehr besitzen Pensionäre ohnehin überdurchschnittlich oft Immobilien oder Aktien. Beides hat im Zuge der Finanzkrise und ihrer Folgen wie etwa der extrem lockeren Geldpolitik der Notenbanken enorm an Wert gewonnen.

Im Gegensatz zu ihren Altersgenossen kamen Rentner der Stichprobe zufolge in den Jahren von 2008 bis 2013 nur auf ein vergleichsweise mickriges Vermögensplus von 2,7 Prozent. Ihr Nettovermögen beläuft sich im Schnitt auf 127.000 Euro - und liegt damit immer noch höher als das durchschnittliche Nettovermögen aller Haushalte. Dieses stieg um 5 Prozent auf 123.500 Euro.

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fdi/dpa

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