Sonntag, 26. Januar 2020

Erstes Abkommen im Zollstreit Ölpreise steigen nach China-Deal auf Dreimonatshoch

Ölfeld in Bahrain: Die Preise steigen wieder

Die Ölpreise sind am Freitag weiter gestiegen und haben nach der Einigung zwischen den USA und China auf ein Handelsabkommen den höchsten Stand seit drei Monaten erreicht. Der Preis für US-Öl kletterte bis auf 60,48 US-Dollar für ein Barrel (159 Liter) und der für Rohöl aus der Nordsee bis auf 65,79 Dollar. Noch höher standen sie zuletzt im September, als ein Angriff auf die Ölindustrie in Saudi-Arabien einen Höhenflug der Ölpreise ausgelöst hatte.

Am späten Nachmittag gaben die Notierungen einen Teil der Gewinne wieder ab. Ein Barrel der Nordseesorte Brent 64,73 US-Dollar. Das waren 53 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 45 Cent auf 59,63 Dollar.

Im Handelskrieg zwischen den USA und China haben sich beide Seiten auf ein Teilabkommen geeinigt und damit die nächste Runde an geplanten Strafzöllen vorerst abgewendet.

Bereits zuvor war am Ölmarkt auf eine Einigung spekuliert worden. "Damit ist ein zumindest vorläufiges Ende von nach oben drehenden Zollspiralen besiegelt", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. Der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatte die Ölpreise in den vergangenen Monaten häufig belastet. Grund sind Befürchtungen vor starken weltwirtschaftlichen Auswirkungen, falls der Streit immer weiter eskaliert. Dies würde der konjunkturbedingt ohnehin schwächeren Ölnachfrage einen zusätzlichen Dämpfer versetzen.

la/dpa

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