Legendärer Finanz-Pessimist kann auch anders Selbst "Dr. Doom" wird plötzlich optimistisch

Optimistischer Pessimist: "Dr. Doom" Marc Faber äußert sich zuversichtlich zu den Rohstoffmärkten

Optimistischer Pessimist: "Dr. Doom" Marc Faber äußert sich zuversichtlich zu den Rohstoffmärkten

Foto: DPA

Er gilt als einer der großen Untergangspropheten an den Finanzmärkten, und so manche Krise hat er auch schon korrekt vorhergesagt: Der Schweizer Finanzexperte und Autor Marc Faber trägt nicht umsonst den Beinamen "Dr. Doom", also Doktor Untergang. Äußert sich Faber zum Geschehen an den Märkten, so erwartet er meist Krisen, Katastrophen und Kursverluste.

Nicht so diesmal: In einem Interview im US-Fernsehen schlug Faber bemerkenswert optimistische Töne an. Das Thema: Die seit einiger Zeit schwächelnden Rohstoffpreise.

Die Preise für Öl und andere Basismaterialien stünden vor einem Comeback, sagte der Schweizer im US-Sender CNBC . Und zwar aus zwei Gründen. Erstens: In Asien gibt es einen riesigen Bedarf an Infrastruktur, so Faber. Dort müssten im großen Stil Straßen, Flughäfen und Schienennetze gebaut werden, um der wachsenden Zahl an Menschen sowie der wirtschaftlichen Expansion gerecht zu werden. Die Nachfrage nach Rohstoffen werden in dieser Region in nächster Zeit also zwingend ansteigen, glaubt der Finanzexperte.

Zweiter Grund: Auch in der westlichen Welt werden die Ausgaben für Infrastruktur steigen, so Faber. Dort herrsche der Glaube vor, die lockere Geldpolitik der Notenbanken alleine sei nicht ausreichend, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. "Also müssen sie die Infrastruktur aufbauen und dafür höhere Haushaltsdefizite in Kauf nehmen", sagt Faber.

In der Folge erwartet der Mann, der sonst für düstere Prognosen steht, einen Anstieg der Rohstoffpreise, der, sollte er tatsächlich eintreten, viele Investoren ausnahmsweise mal erfreuen dürfte. Der Ölpreis etwa, derzeit etwa auf dem Niveau von 50 Dollar je Barrel, wird Faber zufolge auf bis zu 70 Dollar steigen.

Bleibt nur abzuwarten, ob "Dr. Doom" mit positiven Vorhersagen ebenso viel Erfolg hat, wie mit negativen.

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Wochit / manager-magazin.de
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