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Hard und Soft Skills: Diese Fähigkeiten sollten Führungskräfte haben

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Karriere - was jetzt und in 10 Jahren gefragt ist Diese Fähigkeiten sollten Sie haben - oder rasch erwerben

Von mm-newsdesk
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Hard und Soft Skills: Diese Fähigkeiten sollten Führungskräfte haben

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Die digitale Revolution gibt auch auf dem Arbeitsmarkt den Takt vor: Auf die Mitarbeiter von heute und die Führungskräfte von morgen kommen damit neue Anforderungen zu. Wer zum Beispiel über Fertigkeiten im Wissensmanagement verfügt sowie bewiesen hat, dass er Daten interpretieren kann, ist für die Arbeit der Zukunft gut aufgestellt. So lautet eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Business-Netzwerks LinkedIn unter deutschen Geschäftsführern und Personalern.

Change Management-Fertigkeiten, ein grundlegendes Verständnis für Programmierung und Interkulturelle Kompetenz zählen laut der Umfrage außerdem zu den Fähigkeiten, die über die nächsten zehn Jahre am meisten an Wichtigkeit hinzugewinnen werden. Wer sich jetzt rechtzeitig in den so genannten Schlüsselqualifikationen fitmacht, wird in den kommenden Jahren die besseren Karten haben.

"Wie bleibe ich wettbewerbsfähig? Wie erwerbe ich die notwendigen Fähigkeiten? Diese Fragen stellt sich wahrscheinlich jeder", sagt Alexandra Kolleth, Mitglied des Führungsteams bei LinkedIn Deutschland, Österreich und Schweiz. "Mit unserer Umfrage wollen wir Orientierung bieten, welche "Hard Skills" und Soft Skills" heute und in zehn Jahren besonders gefragt sind."

Wissen managen, Daten interpretieren: Die gefragtesten "Hard Skills"

Bei den sogenannten Hard Skills bleibt Wissensmanagement die gefragteste Qualifikation: Mehr als 90 Prozent der befragten Entscheider bewerten sie aktuell mit "eher wichtig" oder "sehr wichtig". So genannte Schnittstellenfähigkeiten sind unterdessen die gefragteste soziale Kompetenz - 77 Prozent der befragten Entscheider bewerten sie schon heute als wichtig, in zehn Jahren wird die Bedeutung sogar noch steigen, so ein Ergebnis der Umfrage. Als "Cross-funktionale Fertigkeit" zählt zum Beispiel die Gabe, verschiedene Teams zusammenzuführen und über den Rand der eigenen Abteilung hinauszublicken.

Datenanalyse- und Interpretationsfähigkeiten sowie das Projektmanagement stehen bei den 'Hard Skills' auf Platz zwei und drei, jeweils 70 Prozent der Befragten halten diese Kompetenz für wichtig bis sehr wichtig. "In Zeiten von Big Data ist und bleibt die Analyse der Datenberge eine für Unternehmen erfolgsentscheidende Kompetenz - deshalb auf Platz 2", sagt Kolleth. "Das Wichtige hier ist aber nicht die Analyse der Daten, sondern die Erarbeitung der Fragen, welche die Daten lösen sollen. Man muss also kein technischer Spezialist sein, um sich diese Kompetenz anzueignen."

Soft Skills: Die meistgefragten sozialen Fähigkeiten

Bei den sozialen Fähigeiten zählen neben der Schnittstellenarbeit auch Führungskompetenz und Unternehmergeist zu den drei wichtigsten Fähigkeiten. Change Management gewinnt unterdessen stark an Bedeutung über die nächsten zehn Jahre (von 51,6% auf 62,4 Prozent). Allgemeine Digitalkompetenz (39,1%/49,8%) und ein Verständnis für Programmierung (27,5%/43%) holen stark auf - das sind weitere Bereiche, in denen sich Mitarbeiter fort- und weiterbilden sollten.

Unternehmen scheinen zudem mit einer deutlichen Internationalisierung des Geschäfts zu rechnen, "Interkulturelle Kompetenz" springt bei den sozialen Kompetenzen in zehn Jahren vom vorletzten auf den fünften Platz.

Der 'Skills Gap': Lücken in Angebot und Nachfrage

Zusätzlich zur Studie hat LinkedIn analysiert, welche Fähigkeiten Mitglieder in ihren eigenen Profilen angeben. Unter den Top-100 Fähigkeiten der mehr als sechs Millionen DACH-Mitglieder fehlen "Wissensmanagement", "Kreativität", "Netzwerkfähigkeit" und "Entscheidungsfähigkeit" - alles Eigenschaften, die mindestens 60 Prozent der Entscheider heute und in Zukunft für wichtig halten.

Schnittstellenerfahrung, Unternehmergeist, Change Management und Interkulturelle Fertigkeiten tauchen erst im unteren Drittel der Liste auf. "Arbeitgeber sollten die in unserer Studie identifizierten Fähigkeiten in ihren Profilen, Lebensläufen und Bewerbungen offensiv bewerben", so Kolleth. "Das können Türöffner zu neuen Möglichkeiten sein".

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Lediglich knapp ein Drittel der befragten Arbeitgeber investiert aktiv in die Fort- und Weiterbildung von Fachkräften, um für den (digitalen) Wandel bestmöglich aufgestellt zu sein Bei Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern ist die Quote mit 44 Prozent deutlich höher.

Etwa ein Fünftel der Befragten tut sich allerdings schwer damit, geeignete Trainer für die neuen Fähigkeiten zu finden. Die Mehrheit der Befragten gab an, dass der Markt durchaus Fachkräfte mit den gesuchten Fertigkeiten zu bieten habe ("Schwer zu finden" gaben nur 30 Prozent der Befragten an). Diese sind knapp 50 Prozent der Befragten aber zu teuer - wenn das mal kein gutes Zeichen für Karrierewillige ist.

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