Freitag, 22. November 2019

Unbekannte Wirtschaftsriesen Die größten Firmen, die Sie nicht kennen (aber kennen sollten)

5. Teil: Hon Hai

Foxconn-Fabrik in Südchina: Die Arbeiter zählen Millionen, die Roboter noch nicht
Hon Hai, Umsatz 139 Milliarden Dollar (offizielle Angabe für 2014, umgerechnet aus Taiwan-Dollar)

Auch Hon Hai Precision Industries unterliegt den Regeln der Börsenaufsicht und muss daher die Öffentlichkeit über seine Geschäfte informieren. Allerdings geben die taiwanischen Dokumente, aus dem Chinesischen übersetzt, nicht in jeder Frage Aufschluss.

So bleibt genug Raum für Enthüllungsgeschichten über die Firma, die eher unter dem Markennamen Foxconn bekannt ist. iPhone-Besitzer kennen die Aufschrift "Designed by Apple Börsen-Chart zeigen in California. Assembled in China." Vor allem die Arbeitsbedingungen in den dortigen Fabriken - mit Sicherheit der weltgrößte industrielle Komplex - sorgten für Kritik.

1,1 Millionen Menschen sollen dort arbeiten. Inzwischen hätten es auch mehr als eine Million Roboter sein sollen. So hatte es Hon-Hai-Gründer Terry Gou vor vier Jahren angekündigt - als Antwort auf die nun doch merklich steigenden Arbeitskosten, die das Modell der Auftragsfertiger gefährden.

Doch inzwischen sind erst rund 50.000 der selbst gefertigten "Foxbots" im Einsatz, eine Automatisierung auf japanischem oder deutschem Niveau werden die Werke in diesem Jahrzehnt wohl nicht erreichen. Zuletzt stellte Hon Hai für die Produktion des iPhone 6 noch weitere 100.000 Chinesen ein.

Es geht längst nicht nur um Apple. Auch wer Smartphones von Xiaomi, Tablets von Amazon Börsen-Chart zeigen, Spielkonsolen, Fernseher, Festnetztelefone oder Netzwerkausrüstung kauft, wird die Geräte in der Regel aus den chinesischen Werken der taiwanischen Auftragsfertiger bekommen. Hon Hai ist nicht deren einziger, allerdings der größte.

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