Mittwoch, 27. Mai 2020

Gefragtes Edelmetall Goldpreis steigt - und Nachschub ist in Sicht

Goldbarren: Das Edelmetall ist in unruhigen Zeiten gefragt - so ist es auch gegenwärtig.
Pascal Lauener/ REUTERS
Goldbarren: Das Edelmetall ist in unruhigen Zeiten gefragt - so ist es auch gegenwärtig.

Der Goldpreis steht seit Beginn der Corona-Krise unter besonderer Beobachtung - am Montag hat er einen kleinen Sprung nach oben getan. Die Notierung für eine Feinunze (31,1 Gramm) stieg an der Börse in London deutlich über die Marke von 1600 US-Dollar und wurde gegen Mittag bei einem Tageshoch von 1638 Dollar gehandelt. Trotz einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten konnte die Krisenwährung damit etwa 17 Dollar je Unze zulegen.

In den vergangenen Wochen hatten mehrfach Notverkäufe von Investoren im Zuge heftiger Börsenturbulenzen den Goldpreis Börsen-Chart zeigen belastet.

Gold wird an den Finanzmärkten in der Regel als Krisenwährung geschätzt. Wegen der Notverkäufe konnte das Edelmetall bisher nur vergleichsweise wenig von der Corona-Krise profitieren, obwohl zahlreiche Regierungen ihre Volkswirtschaften im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus teilweise zum Stillstand gebracht haben und die Notenbanken mit einer neuen Geldflut gegen die Krise ankämpfen.

Auch umgerechnet in Euro Börsen-Chart zeigen konnte der Goldpreis deutlich zulegen. Hier stieg die Notierung um etwa 17 Euro auf 1513 Euro je Feinunze. Der Euro-Preis näherte sich damit wieder dem Rekordhoch, das Ende Februar 2020 bei 1561 Euro erreicht worden war.

Außerdem zeichnete sich am Goldmarkt ein Ende der jüngsten Lieferengpässe ab. In der Schweiz haben führende Goldraffinerien am Montag ihre Produktion teilweise wieder hochgefahren. Zuvor mussten die Goldschmelzen, die ihre Standorte im Kanton Tessin an der Grenze zu Italien haben, ihre Fertigung wegen der Corona-Krise zeitweise einstellen.

cr/dpa

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