Sonntag, 26. Januar 2020

mm.de zum Jahresstart: So managen Sie Ihr Leben, Teil IV 10 Fragen zu Geld - und Antworten, die Sie kennen sollten

9. Teil: 8. Ist Geld eine Altersfrage?

Nein, im Gegenteil. Über Geld kann man nicht früh genug nachdenken. Die Gründe liegen in den Untiefen der Mathematik begraben, genauer, dem Zinseszinseffekt. Wer zum Beispiel 3 Prozent Zinsen pro Jahr mit seinen Anlagen erzielt, lässt sein Vermögen in 10 Jahren von den ursprünglichen 5000 auf rund 6700 Euro wachsen. Und in 30 Jahren werden daraus mehr als 12.100 Euro.

Zeit ist auch potentester Verbündeter, wenn der Anleger nicht auf festverzinsliche Papiere setzt, sondern sich der Börse anvertraut. Je länger eine Aktie oder ein Aktienfonds gehalten werden, um so größer die Chancen, dass eventuelle Börseneinbrüche durch steigende Kurse mehr als nur wettgemacht werden. Beispiel Investmentfonds, die in deutsche Aktien investieren: Über ein Jahr liegt das Plus bei 19,5 Prozent, schreibt der Bundesverband Investment und Asset Managememt (BVI). Sehr schön - doch was ist mit den Krisenjahren, wie sähe es da aus? Naturgemäß deutlich schlechter. Doch gute und schlechte Zeiten gemeinsam sorgen über die Jahre hinweg für ein Plus unter dem Strich. Über 15 Jahre zum Beispiel lag das jährliche Plus bei 2,9 Prozent. Und über 20 Jahre gerechnet schlagen 8 Prozent im Jahr zu Buche.

Ach, das Argument, man habe zu wenig Vermögen, um zu investieren? Gilt nicht. Denn bereits ab 50 Euro pro Monat können Sparpläne abgeschlossen werden. Bei denen jedem Monat etwas Geld in den Fonds, die Aktie oder ähnliches investiert werden.

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