Montag, 20. Januar 2020

mm.de zum Jahresstart: So managen Sie Ihr Leben, Teil IV 10 Fragen zu Geld - und Antworten, die Sie kennen sollten

4. Teil: 3. Wie kann Geld für mich arbeiten?

Geld arbeiten zu lassen, klingt für den einen oder anderen nach Großkapitalismus. Nach Schmierlappentum im Seidenanzug. Betrachten wir es einmal etwas grundsätzlicher. Im Leben geht es in aller Regel um eine Gegenleistung. Die Menschen gehen zur Arbeit, um eine Gegenleistung zu bekommen, den Lohn oder das Gehalt. Beim Einkaufen wird Geld gegen Waren getauscht. Sogar, wer im Garten Karotten anbaut und verspeist, nutzt dieses Prinzip - er arbeitet, investiert Schweiß und Blasen an den Händen. Und erhält als Gegenleistung Karotten.

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Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei der Geldanlage. Man leiht das Geld der Bank oder einem Unternehmen, damit es für eine bestimmte Zeit damit arbeiten kann. Und erhält im Gegenzug Zinsen dafür. Oder an der Börse: Aktien sind Produktivkapital, mit dem Firmen zum Beispiel ihren Maschinenpark modernisieren können. Dafür wird der Anleger Teilhaber. Erhöht der neue Maschinenpark die Effizienz des Unternehmens oder steigert dessen Gewinne, dann heben die Börsen den Daumen und der Kurs der Aktie steigt. Kursgewinne gegen Vertrauen, wenn man so will. Diese Kursgewinne sind im allgemeinen um so höher, je riskanter ein Papier ist. Der Nahrungsmittelriese Nestlé beispielsweise ist ein so dermaßen durchorchestriertes Unternehmen, dass niemand mehr an große Effizienzsteigerungen glaubt und die großen Kurssprünge an der Börse entsprechend ausbleiben, nach oben wie nach unten.

Bei kleinen Unternehmen kann jede Nachricht dagegen für einen Kurssturz sorgen. Dafür fallen aber auch die Kurssprünge viel höher aus.

Als Vehikel dafür stehen eine Reihe von Produkten zur Wahl: Aktien, Anleihen, Immobilien - und Fonds sowie Zertifikate, die ihrerseits Wertpapiere bündeln und deren Risiken damit senken.

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