Sonntag, 26. Januar 2020

mm.de zum Jahresstart: So managen Sie Ihr Leben, Teil IV 10 Fragen zu Geld - und Antworten, die Sie kennen sollten

2. Teil: 1. Wie viel Geld braucht man?

Das ist die Gretchenfrage - der eine, spartanischen Charakters, braucht nicht viel zum Leben. Die günstige Mietwohnung, Urlaub auf dem Camping-Platz. Der andere will mehr. Wünsche und Vorstellungen sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Wie viel Geld also braucht man? Es bleibt nur die Statistik, die Forschung. Eine Studie findet eine klare Antwort auf diese Frage. Ein Jahresnettoeinkommen um die 60.000 Euro mache glücklich. Darunter sei es zu wenig, darüber zu aufreibend, so sinngemäß die Forscher der US-Universität Princeton. Nun denn - aber was ist mit dem Geld auf der hohen Kante, den Ersparnissen?

Darüber gibt es keine Erhebungen. Höchstens eine Annährung mit den Mitteln der Statistik. Die zeigt unter anderem, dass die Deutschen im Schnitt nicht so reich sind wie zum Beispiel die Italiener. Während hierzulande im Schnitt rund 195.000 Euro Nettovermögen pro Haushalt verzeichnen werden, sind es in Italien mehr als 275.000 Euro. Aber eben nur im Schnitt. Und der lässt außer acht, dass ein Großteil des Vermögens in den Händen weniger liegt. Die Berechnung des Median dagegen, also jenes Vermögens, bei dem die eine Hälfte der Bevölkerung mehr hat, die andere Hälfte weniger, bringt mehr Klarheit. 51.000 Euro sind es bei den Deutschen, deutlich weniger als in Südeuropa.

Was besagt das nun über die Frage nach dem "wie viel"? Es beleuchtet zumindest ein wenig die Frage, wie viel das "wie viel" in anderen Ländern ist. Die wahre Antwort, Sie ahnen es, muss jeder Anleger für sich selbst finden.

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