Samstag, 18. Januar 2020

Deutsche-Telekom-Tochter in USA fast am Ziel - Sprint-Aktie hebt ab US-Behörde FCC gibt grünes Licht für Fusion von T-Mobile und Sprint

Neue Hoffnung für die Telekom in den USA: Die Telekom-Tochter T-Mobile US und ihr US-Konkurrent Sprint Börsen-Chart zeigen kommen bei ihrer seit langem geplanten Fusion ein gutes Stück voran. Der Chef der zuständigen US-Regulierungsbehörde FCC, Ajit Pai, erklärte in einer Stellungnahme am Montag, er werde seiner Behörde empfehlen, den Zusammenschluss zu genehmigen.

Die beiden Parteien hätten signifikante Zugeständnisse gemacht, so Pai. Er glaube, die Transaktion sei im öffentlichen Interesse. Neben der FCC prüft derzeit auch das US-Justizministerium die Fusion.

Sprint Aktie steigt um 25 Prozent

Anleger reagierten mit Käufen - trotz eines sehr schwachen Gesamtmarkts. Telekom-Aktien kletterten am Montagnachmittag mit plus 2 Prozent auf ihr Tageshoch. Im vorbörslichen US-Handel sprangen die Papiere der Tochter T-Mobile US um 5 Prozent und Sprint gar um 25 Prozent an. So boten die Unternehmen den Angaben zufolge neben Verkäufen auch den Aufbau eines 5G-Netzes sowie 5G-Dienstleistungen auch in ländlichen Gebieten an.

Ein Zusammengehen von T-Mobile US und Sprint war in den vergangenen Jahren bereits mehrfach an Wettbewerbs-Bedenken gescheitert. Vor gut einem Jahr hatte sich die Telekom nach langem Ringen mit dem Sprint-Haupteigner Softbank auf die Modalitäten eines Zusammengehens geeinigt.

Mit der Fusion wollen die beiden kleineren Anbieter früheren Angaben zufolge am US-Mobilfunkmarkt jährlich über 6 Milliarden Dollar an Kosten sparen. Mit dann rund 130 Millionen Mobilfunkkunden wollen sie sich zu einem mächtigen Gegenspieler für die beiden Platzhirsche Verizon und AT&T mausern.

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Die Zugeständnisse der beiden Fusionspartner sind weitreichend. Die beiden US-Mobilfunker wollen dabei zum Beispiel den Verkauf von Sparten anbieten, den Aufbau eines 5G-Netzes innerhalb von drei Jahren und auch die Versorgung von ländlichen Regionen garantieren, wie die Nachrichtenagentur Bloombergam Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete.

Vor gut einem Jahr hatte sich die Telekom nach langem Ringen mit dem Sprint-Haupteigner Softbank auf die Modalitäten eines Zusammengehens geeinigt. Mit der Fusion wollen die beiden kleineren Anbieter am US-Mobilfunkmarkt jährlich über 6 Milliarden Dollar an Kosten sparen. Mit dann rund 130 Millionen Mobilfunkkunden wollen sie sich zu einem mächtigen Gegenspieler für die beiden Platzhirsche Verizon und AT&T mausern.

Nach aktuellen Kursen legt die Telekom für die Übernahme von Sprint T-Mobile-US-Aktien im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar (27 Milliarden Euro) auf den Tisch, die Verschuldung wird auf Jahre spürbar steigen. In den ersten Jahren sollen zudem über 40 Milliarden Dollar in das dann gemeinsame Mobilfunknetz gesteckt werden.

la/dpa-afx

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