Donnerstag, 5. Dezember 2019

"Den Aufschwung weiter ausbauen" US-Notenbankchef Powell versprüht Optimismus

Jerome Powell: Die Geldpolitik ist jetzt gut positioniert, um den starken Arbeitsmarkt zu stützen
Andrew Caballero-Reynolds / AFP
Jerome Powell: Die Geldpolitik ist jetzt gut positioniert, um den starken Arbeitsmarkt zu stützen

Die amerikanische Konjunktur ist aus Sicht von US-Notenbankchef Jerome Powell gut aufgestellt. "An diesem Punkt des längerfristigen Aufschwungs sehe ich das Glas mehr als halb voll", sagte Powell in der Nacht auf Dienstag (MEZ) in Providence, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Rhode Island. Mit der richtigen Politik könne man den Aufschwung weiter ausbauen und die resultierenden Gewinne an alle Amerikaner weiterreichen.

Powell bestätigte auch die geldpolitische Haltung der amerikanischen Zentralbank Fed. "Die Geldpolitik ist jetzt gut positioniert, um den starken Arbeitsmarkt zu stützen und die Inflation entschieden auf unser symmetrisches Zwei-Prozent-Ziel zurückzuführen." Damit signalisierte der Fed-Chef bis auf weiteres eine unveränderte Geldpolitik. Erst wenn sich die konjunkturellen Aussichten wesentlich änderten, werde sich auch die Geldpolitik ändern.

Die Fed hat ihre Geldpolitik in diesem Jahr drei Mal gelockert, letztmalig Ende Oktober. An diesem Termin hatte sie auch ihre von Powell bekräftigte abwartende Haltung signalisiert. Diese Linie stößt auf Kritik von US-Präsident Donald Trump, der starke Zinssenkungen zur Unterstützung der Konjunktur fordert. Vor gut einer Woche hatte Trump Powell ins Weiße Haus eingeladen und sich mit ihm über wirtschaftliche Angelegenheiten unterhalten. Kritiker sehen darin den Versuch einer geldpolitischen Beeinflussung. Powell betont dagegen stets die Unabhängigkeit der Fed.

la/dpa

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