Dienstag, 16. Juli 2019

Kryptowährung Libra Trump will Facebook Bankenregulierung aufzwingen 

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US-Präsident Donald Trump will Kryptowährungen regulieren. Facebook und andere Firmen brauchen aus seiner Sicht eine Bankenzulassung.

Donald Trump hat für Kryptowährungen eine Bankenregulierung gefordert. Facebook und andere Unternehmen "müssen sie sich der Bankenregulierung unterwerfen, genau wie andere Banken auch, sowohl national als auch international", schrieb der US-Präsident am Donnerstag auf Twitter.

Er sei generell kein Freund von Kryptowährungen wie dem Bitcoin Börsen-Chart zeigen, fuhr Trump fort. Es handele sich nicht um wirkliches Geld, der Wert sei sehr schwankungsanfällig. Tatsächlich schwankt der Wert der bisher bekanntesten Kryptowährung teils binnen Stunden um mehrere tausend Dollar.

Bislang sind Kryptowährungen nicht reguliert. Mit seinen Plänen für eine eigene Cyberdevise mit dem Namen Libra hatte Facebook die großen Notenbanken und Politiker auf den Plan gerufen. Fed-Chef Jerome Powell warnte am Mittwoch vor einer Gefährdung der Privatsphäre, vor Geldwäsche, lückenhaftem Verbraucherschutz und vor Risiken für die Finanzstabilität.

Libra soll in der ersten Hälfte 2020 starten. Damit steigt Facebook in den weltweiten Zahlungsverkehr ein. Das soziale Netzwerk wird jeden Tag von ein bis zwei Milliarden Menschen genutzt. Libra soll es allen Nutzern des Netzwerks ermöglichen, untereinander Geld zu versenden und Waren von Unternehmen zu erwerben.

Branchenkenner halten es für nicht ausgeschlossen, dass Facebook damit das traditionelle Finanzsystem auf den Kopf stellen könnte.

dpa/reuters/ssu

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