Dienstag, 10. Dezember 2019

Entscheidung der Notenbank EZB erhöht Strafzins und verlängert Anleihekäufe

EZB-Chef Mario Draghi: Die EZB fährt einen riskanten Kurs - doch Anleger hoffen auf noch mehr billiges Geld

2. Teil: Von 60 auf 80 Milliarden Euro? Was die EZB hätte tun können

Was hätte die EZB tun können?

Diskutiert wurde zuvor über eine Ausweitung des Billionen-Programms zum Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren ("Quantitative Easing"/QE). Seit März pumpt die EZB auf diesem Weg monatlich 60 Milliarden Euro in den Markt. Laufen sollen die Käufe nach bisherigen Plänen bis mindestens September 2016. Das Programm könnte aber "in Umfang, Zusammensetzung und Dauer" angepasst werden, hatte Draghi mehrfach bekräftigt. Die EZB könnte so lange in großem Stil Wertpapiere kaufen, bis ihr Inflationsziel erreicht ist. Oder die Währungshüter nehmen pro Monat noch mehr Geld in die Hand, um Banken Anleihen abzukaufen. Möglich erschien auch, dass die EZB zusätzlich Anleihen von Bundesländern oder Unternehmen kauft.

Weitere Möglichkeiten

Die Entscheidung der EZB, Banken höhere Strafzinsen für Geld aufbrummen, war bereits erwartet worden. Konkret geht es um das Geld, das Banken über Nacht bei der Notenbank parken. Sinkt der Einlagenzins von zuvor minus 0,2 Prozent weiter, könnte das Geschäftsbanken dazu bewegen, mehr Kredite zu vergeben, statt überschüssige Liquidität bei der EZB zu bunkern. So die Theorie.

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