Einkommen Mehr Einkommensmillionäre in Deutschland

Die Zahl der Einkommensmillionäre in Deutschland ist in drei Jahren deutlich gewachsen. Doch verdiente auch rund ein Viertel der Steuerpflichtigen hierzulande weniger als 7000 Euro im Jahr.
Luxus geht immer - auch dank steigender Einkommen: Treffen der Hersteller von Luxusgütern in Deutschland

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Foto: Andreas Gebert/ picture-alliance/ dpa
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Die Zahl der Einkommensmillionäre in Deutschland ist innerhalb von drei Jahren um rund 20 Prozent gestiegen. 2013 gab es 17.400 Steuerpflichtige mit angegebenen Einkünften von mindestens einer Million Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Das sind rund 2800 mehr als 2010. Ihr Durchschnittseinkommen lag bei 2,7 Millionen Euro.

"Das sind Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013, die auf Grund der langen Fristen zur Steuerveranlagung erst etwa dreieinhalb Jahre nach Ende des Veranlagungsjahres verfügbar ist", erklärten die Statistiker.

Die Reichensteuer mussten 79.200 Personen zahlen. Diese beträgt 45 Prozent und wird ab einem Einkommen von 250.731 Euro fällig, bei gemeinsam veranlagten Personen ab 501.462 Euro. Auf diese Gruppe entfielen 5,7 Prozent der gesamten Einkünfte und 11,5 Prozent der Steuersumme.

Knapp zehn Millionen verdienten im Schnitt weniger als 7000 Euro

Den Spitzensteuersatz von 42 Prozent, der 2013 ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 52.882 Euro beziehungsweise 105.764 Euro erhoben wurde, zahlten 2,1 Millionen Frauen und Männer. Deren Anteil am Gesamtbetrag der Einkünfte machte 24,9 Prozent aus, der an der Lohn- und Einkommensteuer 43,0 Prozent.

9,6 Millionen Personen mussten gar keine Steuer zahlen, da ihr Einkommen unter dem Freibetrag von 8131 Euro oder 16.262 Euro bei gemeinsam veranlagten Personen lag. Ihr durchschnittliches Jahreseinkommen lag bei knapp 7000 Euro.

Insgesamt wurden 39,8 Millionen Steuerpflichtige gezählt, wobei zusammen veranlagte Personen als ein Steuerpflichtiger gelten. Sie kamen 2013 auf Einkünfte von 1,4 Billionen Euro, das waren 170 Milliarden Euro mehr als 2010.

"Die von den Arbeitgebern einbehaltene Lohnsteuer summiert sich zusammen mit der von den Finanzbehörden festgesetzten Einkommensteuer auf 246 Milliarden Euro", betonten die Statistiker. Das seien 40 Milliarden Euro mehr als 2010.

rei/dpa
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