Studie Reiche werden immer reicher - Asien überflügelt Westeuropa

Die Reichen dieser Welt werden immer reicher. Ihr liquides Vermögen wuchs 2013 um 20 Prozent, vor allem Asien legt zu. Auch in Deutschland leben fast 900 Superreiche, zeigt eine Studie.
Spielzeug für Superreiche: In Amsterdam posieren vermögende Menschen neben dem Supersportwagen Bugatti Veyron für 1,8 Millionen Euro

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Foto: epa anp Marcel Antonisse/ picture-alliance/ dpa

New York - Die Reichtümer der Welt werden neu verteilt: Nach einer Studie wird der asiatisch-pazifische Raum ohne Japan noch in diesem Jahr Westeuropa als zweitreichste Region ablösen und sich 2018 auch vor die USA schieben.

Grund ist vor allem der starke Zuwachs der privaten Vermögen in China. Sie legten nach den Berechnungen der Boston Consulting Group im vergangenen Jahren um 49,2 Prozent zu, wie aus der am Montagabend in New York vorgestellten Studie "Global Wealth 2014" hervorgeht. Zum Vergleich: Die Privatvermögen in Westeuropa wuchsen um 5,2 Prozent.

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Vermögensstudie: Die Hochburgen der Superreichen

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Weltweit legten die Privatvermögen nach Angaben der Beratungsfirma um 14,6 Prozent auf 152 Billionen US-Dollar (112 Billionen Euro) zu und damit fast doppelt so stark wie im Jahr 2012. Haupttreiber waren neben den Schwellenländern die gut laufenden Aktienmärkte, die vom billigen Geld der Notenbanken profitieren. Immobilien und andere illiquide Vermögenswerte hat die BCG-Statistik nicht berücksichtigt.

In Deutschlag stieg das verwaltete Vermögen von Privatanlegern laut Boston Consulting Group um 4,8 Prozent auf 7,2 Billionen Dollar. Der deutsche Leitindex Dax hatte in der vergangenen Woche erstmals die markante Marke von 10.000 Punkten geknackt.

Der starke Vermögenszuwachs bringt auch immer mehr Dollarmillionäre hervor. Im vergangenen Jahr kletterte die Zahl der reichen Haushalte den Angaben zufolge von 13,7 Millionen auf 16,3 Millionen. Fast die Hälfte der Millionäre sitzt demnach in den USA, gefolgt von China und Japan.

Deutschland landet mit 386.000 Millionären auf dem sechsten Rang. Die höchste Millionärsdichte hat Katar mit 175 je 1000 Haushalten, gefolgt von der Schweiz mit 127 und Singapur mit 100.

Die Studie zeigt zudem: In den Händen der Superreichen, so genannte Ultra-High-Net-Worth-Haushalte (UHNW), konzentriert sich immer mehr Vermögen. Die Daten untermauern die These französischen Ökonomen und Bestseller-Autoren Thomas Piketty ("Kapital im 21. Jahrhundert"), dass die Superreichen den Rest der Gesellschaft zusehends abhängen.

Ihr liquides Vermögen kletterte laut BCG im vergangenen Jahr um 20 Prozent. Diese weltweit etwa 15.000 Ultrareichen kontrollieren bereits 5,5 Prozent des weltweiten Finanzvermögens.

881 Haushalte hierzulande zählen die Autoren der Studie zu den Superreichen mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen Dollar. In den USA sollen 5000 von ihnen leben.

rei mit Material von dpa
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