Anlage 2013 Die besten Fonds

Die besten Fondsmanager werden meist nach der besten Wertentwicklung des abgelaufenen Jahres gekürt. Doch wer schafft es, langfristig zu überzeugen? Und wie lässt sich das feststellen? Anleger und Fondsmanager sind auf der Jagd nach dem Alpha.
Von Arne Gottschalck
Bullenstarke Leistung: Nur - wie lässt sich die bei Fonds messen?

Bullenstarke Leistung: Nur - wie lässt sich die bei Fonds messen?

Foto: Boris Roessler/ picture alliance / dpa

Hamburg - Geldanlage ist oftmals Spurensuche. Nach den neuen Anlagetrends, den besten Ideen für das Börsenjahr 2014. Oder eben nach den fähigsten Fondsmanagern. Das einzige Problem - so leicht sind diese Spuren nicht aufzuspüren.

Die vermutlich wichtigste Spur führt in Listen, tief ins Zahlenwerk der Fonds und externer Anbieter wie Morningstar. Und leider ist es mit einer Zahl nicht getan. Beispiel Schwankungen. Finanzexperten sprechen von Volatilität. Je höher diese Kennziffer, umso mehr schwankt auch der entsprechende Fonds. Sind Schwankungen also schlecht? Nicht unbedingt. Denn sie eröffnen auch Chancen.

Denn schwankt eine Aktie, so bedeutet das, dass sie damit Einstiegschancen schafft. Je mehr solcher Aktien ein Aktienfondsmanager kauft, umso mehr schwankt auch dessen Portfolio. "Es ist klar, dass die reine Bewertung anhand von 'Vola' nicht ausreicht, gerade die vergangenen Jahre, insbesondere der Zeitraum 2008 bis 2009 haben bewiesen, dass in der damaligen Sondersituation viele Risikoparameter sich mathematisch zwar als richtig bewiesen, aber sich nicht als praktikabel in dieser Sondersituation herausstellten", sagt Vermögensverwalter Markus Zschaber von VMZ.

Eine andere Kenzahl bietet eine bessere Einsicht in die Leistungsfähigkeit eines Fondsmanagers: Das so genannte Alpha misst, wie der Fondsmanager sich im Verglich zu einem Vergleichsmaßstab wie dem Dax  geschlagen hat. Ein positives Alpha bedeutet zum Beispiel, dass er gegenüber einen Mehrertrag erwirtschaftet hat und damit seine Gebühren im wahrsten Sinne des Wortes verdient hat. Über ein Jahr ist das zum Beispiel dem LBBW Aktien Deutschland im Segment der deutschen Aktien gelungen, dem Lazard European Micro Cap bei Europas Aktien.

Dem Carmignac Investissement, einer der Sprösslinge der Highflyer-Boutique aus Paris, gelang das übrigens nicht - er erwirtschaftete nach den Morningstarzahlen ein negatives Alpha. Wie schwer es ist, Alpha zu liefern, zeigt das Beispiel AHF Global Select, eines Fonds, der in die Dickschiffe an den Weltbörsen investiert. Sein Alpha liegt bei über - 15. Das bedeutet, der Anleger wäre mit einem ähnlichen ETF deutlich besser gefahren.

Rüstige Rentenfonds

Das gleiche Bild bei den Rentenfonds - deren Manager stehen derzeit vor erheblichen Herausforderungen. Denn rekordniedrige Leitzinsen, das Pleiterisiko von einst als risikolos betrachteten Institutionen wie Staaten sowie Unternehmensanleihen, die kaum mehr Zinsen abwerfen, das macht ihre Arbeit schwer. Wie soll so noch profitabel in Anleihen investiert werden.

Besonders das vergangene Jahr war eine Nagelprobe für die Anleihenexperten. Und das lässt den Schluss zu - wer sich in diesem Zeitraum besonders gut geschlagen hat, versteht sein Handwerk. Der Sparinvest SICAV HY Value Bonds EUR R beispielsweise schaffte es auf ein Plus von über 11 Prozent - mit Hochzinsanleihen. Und der Lebenswerte Zukunft Rentenfonds UI erzielte im gleichen Zeitraum einen Wertzuwachs von 5,5 Prozent, ganz ohne Hochzinsanleihen. Wie schnell auch Experten daneben liegen, zeigt der Mediolanum Ch International Bond S A mit einem Minus von 15 Prozent.

Die Anleger zumindest zogen eine ganz eigene Schlussfolgerung daraus - und steckten 2013 über 9 Milliarden Euro in Rentenfonds, während sie aus Aktienfonds fast 4 Milliarden abzogen, notier der Bundesverband Investment und Asset Management bis Ende September 2013.

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