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Deutsche Auslandsreserven: Hallo, Goldschatz!

Foto: Frank Rumpenhorst/ picture alliance / dpa

Bundesbank-Goldschatz Wo die Bundesbank ihr Gold versteckt

Von mm-newsdesk

Wie viel Gold besitzt die Bundesbank wirklich? Wo lagert es? Und hat sie im Ernstfall überhaupt Zugriff darauf? Solche Fragen haben sich in den vergangenen Jahren viele gestellt. Je unsicherer das Geld in Zeiten von Finanz- und Eurokrise schien, desto wichtiger schien das Schicksal des deutschen Goldschatzes zu werden, der laut Bundesbank immerhin der zweitgrößte der Welt sein soll. 2012 forderte sogar der Bundesrechnungshof mehr Aufklärung darüber, wo welche Bestände lagern.

Nun reagiert die Bundesbank und setzt auf Transparenz: Auf gut 2300 Seiten listet sie detailliert jeden einzelnen Barren mit Inventarnummer und Gewicht auf . 270.316 waren es Ende 2014 insgesamt.

Wie bereits bekannt, lagerte Ende Dezember ein Drittel (35 Prozent) der 3384 Tonnen Bundesbank-Gold in Frankfurt. 43 Prozent der Barren befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch in Tresoren in New York, 13 Prozent in London und 9 Prozent in Paris.

Bis spätestens 2020 will die Bundesbank mehr als die Hälfte ihrer Goldreserven in heimischen Tresoren aufbewahren. Schrittweise sollen 300 Tonnen des Edelmetalls aus New York und die gesamten 374 Tonnen aus Paris nach Frankfurt überführt werden. Im vergangenen Jahr wurden 120 Tonnen aus ausländischen Lagerstellen nach Frankfurt gebracht.

Dass deutsches Gold in den Tresoren von Fed, Banque de France und Bank of England lagert, ist historisch gewachsen: Das Edelmetall ging vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Bundesbank über. 2012 war in Deutschland eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des Milliardenschatzes - aktueller Wert rund 114 Milliarden Euro (Stand August 2015) - im Ausland entbrannt. Der Bundesrechnungshof forderte eine genaue Bestandsaufnahme und regelmäßige Kontrollen.

stk/rei/dpa
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