Freitag, 19. April 2019

Aktie gefragt Katar prüft weitere Investments bei der Deutschen Bank

Deutsche Bank: Die Geldgeber aus Katar haben offenbar noch nicht genug

Das Emirat Katar erhöht offenbar seine Beteiligung an der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, steht ein weiteres Investment kurz bevor. Die Gerüchte befeuern die Aktien des Geldhauses, entgegen dem Markttrend legten die Papiere am Montag rund 1,4 Prozent auf 8,22 Euro zu. Bereits am Freitagnachmittag hatten die Anteilsscheine kräftig zugelegt und mit einem Plus von knapp 4 Prozent geschlossen.

Die Investition soll Bloomberg zufolge über die Qatar Investment Authority (QIA) erfolgen, den staatlichen Vermögensfonds des Landes. Die Gespräche seien dabei in einem fortgeschrittenem Stadium, wobei es noch keine endgültige Entscheidung gebe. Sowohl der Zeitrahmen als auch die Höhe des Investments seien aber noch unklar. Die Deutsche Bank wollte die Informationen Bloomberg gegenüber nicht kommentieren, Vertreter von QIA ließen Anfragen für eine Stellungnahme unbeantwortet.

Derzeit sind zwei katarische Investmentvehikel, die von der Königsfamilie kontrolliert werden, mit gut 6 Prozent an der Deutschen Bank beteiligt. QIA, die 320 Milliarden US-Dollar verwaltet, hält bereits Anteile an prominenten Firmen wie Rosneft Börsen-Chart zeigen oder Volkswagen Börsen-Chart zeigen. QIA-Verwaltungsratsvorsitzender Sheikh Mohammed bin Abdulrahman Al Thani hatte jüngst in einem Interview in Davos angedeutet, dass die Deutsche Bank zu den großen deutschen Unternehmen gehört, mit denen der Fonds über eine mögliche Beteiligung spricht.

la, mg/dpa-afx

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