Mittwoch, 21. August 2019

Börse VW-Chef Diess kauft Aktien für zwei Millionen Euro

Dax nahe 11.700 Punkten: Deutsche Bank Aktie im Blick

Der Dax dreht am Montag in die Verlustzone. Die Aktien der Deutschen Bank sowie der im MDax notierten Commerzbank legen auf Grund der Fusionsgespräche zu. Auch ThyssenKrupp ist gefragt. Käufe von VW-Chef Diess stützen die Aktie von VW.

Die Gespräche über eine mögliche Fusion der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen mit der Commerzbank Börsen-Chart zeigen stehen am deutschen Aktienmarkt zum Wochenbeginn im Fokus. Bis Montag Nachmittag notierten die Papiere beider Institute deutlich im Plus: Während die im Dax notierte Aktie der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen um knapp 4 Prozent zulegte, kletterte die im MDax Börsen-Chart zeigen geführte Aktie der Commerzbank Börsen-Chart zeigen um knapp 7 Prozent.

Der Dax Börsen-Chart zeigen drehte am Montag nach seiner starken Vorwoche, die ihn in der Spitze mit über 11 700 Punkten auf das höchste Niveau seit Mitte Oktober klettern ließ, wieder leicht ins Minus zurück. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent im Minus bei 11.657 Zählern. Zu den Gewinnern im Dax neben der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen zählte auch die Aktie von Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen , die einen Erholungsversuch startete.

Käufe von VW-Chef Diess treiben VW-Aktie auf Tageshoch

Der Aktienkauf von VW -Chef Herbert Diess hat am Montagnachmittag die Aktien des Wolfsburger Autobauers aufs Tageshoch getrieben. In einem zögerlichen Marktumfeld mischten sie sich mit einem Kursgewinn von 0,85 Prozent auf 145,54 Euro unter die Spitzgruppe im Dax. Ein Händler brachte dies mit dem Aktienkauf durch den Konzernlenker in Verbindung. Wie am Montag bekannt wurde, hat Diess für gut zwei Millionen Euro Volkswagen Aktien Börsen-Chart zeigen gekauft. Am Markt wurde dies als neuer Versuch gewertet, bei Investoren neues Vertrauen zu schüren. Seit längerem versucht Diess, bei der chronisch renditeschwachen Pkw-Kernmarke der Wolfsburger das Ruder herumzureißen.

Wall Street: Dow Jones kaum verändert, Boeing fällt weiter

Wegen der bevorstehenden geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank Fed scheuen Anleger größere Engagements an der Wall Street. Die Leitindizes Dow Jones Börsen-Chart zeigen , Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen und S&P 500 kamen am Montag kaum vom Fleck. "Der Fokus in dieser Woche liegt eindeutig auf dem Zinsentscheid der Fed", sagte Peter Cardillo, Chefvolkswirt beim Investmenthaus Spartan Capital Securities. Aktionäre erhoffen sich Signale auf eine längere Pause im Zinserhöhungszyklus. Angesichts unsicherer Konjunkturaussichten wird am Markt außerdem darüber spekuliert, ob die Währungshüter in diesem Jahr die Zinsen sogar senken könnten. Am Mittwoch will die Fed ihre Entscheidung verkünden.

Dem Dow Jones Börsen-Chart zeigen setzte ein erneuter Kursrutsch des Schwergewichts Boeing Börsen-Chart zeigen zu. Die Aktien des Flugzeugbauers verloren 2,6 Prozent. Einem Zeitungsbericht zufolge prüft das US-Verkehrsministerium mögliche Versäumnisse der Flugaufsicht FAA bei der Zulassung von Kontrollsystemen des neuen Modells 737 MAX. In den vergangenen Monaten stürzten zwei Maschinen dieses Typs ab.

Die Titel des Wirecard-Konkurrenten Worldpay stiegen dagegen um 13,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 111,87 Dollar. Konkurrent Fidelity National will den Zahlungsabwickler für 35 Milliarden Dollar übernehmen.

Großauftrag für Thyssenkrupp

Ein Großauftrag aus Ägypten hat dem jüngsten Stabilisierungsversuch der Aktien von Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen am Montag Schwung verliehen. Die Aktien stiegen im frühen Handel als einer der Dax -Favoriten um mehr als 3 Prozent auf 13,05 Euro. Thyssenkrupp realisiert in einem Konsortium mit dem ägyptischen Unternehmen Petrojet einen Düngemittelkomplex für den ägyptische Chemie- und Düngemittelkonzern NCIC. Der Auftragswert für Thyssenkrupp liegt den Angaben zufolge im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Aktien der Essener waren erst vor wenigen Tage bei 12,18 Euro auf den tiefsten Stand seit Juni 2012 gefallen, bevor sie sich fingen.

Wirecard Aktie schwankt stark - Übernahmepoker um Worldpay

Die Aktie von Wirecard Börsen-Chart zeigen schwankt weiter stark. Bei Wirecard kommen auch Berichte über eine Übernahme in den USA hinzu: Der US-Finanzdienstleister FIS will den US-britischen Wirecard-Rivalen Worldpay übernehmen. Je Worldpay-Aktie will FIS 0,9287 eigene Aktien sowie 11 US-Dollar in bar bieten, wie die Unternehmen am Montag in Jacksonville (US-Bundesstaat Florida) mitteilten. Damit ist Worldpay den Angaben zufolge inklusive Schulden rund 43 Milliarden US-Dollar wert. Worldpay hatte an der Börse zuletzt einen Marktwert von 23 Milliarden Pfund (27 Mrd Euro).

Leoni Aktie bricht zweistellig ein

Beim angeschlagenen Autozulieferer und Kabelspezialist Leoni Börsen-Chart zeigen ist der Start ins neue Jahr missglückt. In den ersten zwei Monaten habe sich die anhaltend schwierige Situation in unerwartetem Umfang fortgesetzt, hieß es in einer am Sonntagabend verbreiteten Mitteilung des Unternehmens. Vorbörslich sackten die Leoni-Titel um gut 12 Prozent ab.


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Dialog und Knorr Bremse rücken in den MDax auf

Zudem werden an diesem Montag die Anfang März bekannt gegebenen Änderungen in der Dax-Familie umgesetzt. Der Bremsen-Spezialist Knorr-Bremse und der Chipentwickler und Apple -Zulieferer Dialog Semiconductor sind ab heute in dem Index der mittelgroßen Werte MDax zu finden. Im Gegenzug mussten der Stahlhersteller Salzgitter und der Autozulieferer Schaeffler in den SDax wechseln. In der ersten Börsenliga in Deutschland - beim Dax - bleibt alles beim Alten.

Asiens Börsen überwiegend fester

In der Hoffnung auf Hilfen zur Ankurbelung der Konjunktur steigen Anleger in die asiatischen Aktienmärkte ein. Der japanische Nikkei Börsen-Chart zeigen gewann am Montag 0,6 Prozent auf 21.584 Punkte und die Börse Shanghai sogar 2,4 Prozent auf 3094 Zähler. Außer in Großbritannien werde wohl keine der großen Notenbanken in diesem Jahr Zinsen anheben, sagte Alan Oster, Chef-Analyst der National Australia Bank.

Unabhängig davon signalisierte der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang, die Regierung wolle die Konjunktur mit geldpolitischen Maßnahmen und Steuersenkungen in Schwung bringen. Unter den Unternehmen waren vor allem Chipwerte gefragt, die Börsianern zufolge von Kursgewinnen ihrer US-Pendants profitierten. In Tokio gewannen die Halbleiterindustrie-Zulieferer Sumco, Tokyo Electron und Advantest um bis zu 3,9 Prozent.

Euro legt weiter zu

Der Euro hat am Montag an die starken Gewinne der Vorwoche angeknüpft und weiter zugelegt. Am frühen Vormittag erreichte die Gemeinschaftswährung ein Tageshoch bei 1,1350 US-Dollar, nachdem sie in der vergangenen Nacht bei 1,1320 Dollar gehandelt worden war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1308 Dollar festgesetzt.

In der vergangenen Woche hatten enttäuschende Daten zur Industrieproduktion in den USA den Dollar belastet und der Gemeinschaftswährung im Gegenzug Auftrieb verliehen. Nach Einschätzung von Experten steht die Entwicklung des Leitzinses in den USA in dieser Woche im Vordergrund. Die Anleger warten gespannt auf neue Zinsprognosen der amerikanischen Währungshüter, die am Mittwoch nach der Zinssitzung veröffentlicht werden.

Generell wird am Markt mit einer Zinsanhebungspause der US-Notenbank Fed gerechnet. Die Frage ist nur, wie lange diese dauern wird. Interessant werde vor allem sein, ob der geldpolitische Rat der Fed "die Tür für eine Anhebung im Juni offen lässt", sagte Devisenexperte Manuel Andersch von der BayernLB.

mit dpa und Reuters

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