Sonntag, 15. Dezember 2019

Kein Wohlstand ohne Schuldenabbau So wird die Welt die Schulden los

Die Schulden steigen nicht nur in Deutschland
DPA / Bund der Steuerzahler
Die Schulden steigen nicht nur in Deutschland

5. Teil: Schuldenabbau durch Pleiten?

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Pleiten ein durchaus akzeptiertes Mittel zum Umgang mit zu hohen Schulden sind, vor allem wenn die Gläubiger im Ausland sitzen. So ist es nicht undenkbar, dass ein Staat sich für zahlungsunfähig erklärt, zum Beispiel wenn er zuvor seine Banken rekapitalisiert und so das Problem zu hoher Schulden im Privatsektor bereinigt hat. In Europa bleibt der Hauptkandidat wie an dieser Stelle schon öfters erläutert Italien. Dies wäre dann mit einem Austritt des Landes aus dem Euro verbunden.

Der Austritt führt zu erheblichen Verlusten für die Gläubiger aus dem Ausland, weil diese nur mit entwertetem Geld - wenn überhaupt - bedient werden.

Fazit:

· Machbarkeit: mittel bis hoch

· Politische Durchsetzbarkeit: je länger die Krise andauert, desto höher

· Realisierungswahrscheinlichkeit: je länger die Krise andauert, desto höher

· Verlierer: alle Gläubiger, vor allem die aus dem Ausland.

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung