Sonntag, 8. Dezember 2019

Erster Cum-Ex-Prozess beginnt in Bonn Cum-Was? Alles über die Milliarden-Steuer-Trickserei

Banken-Skyline von Frankfurt: In einigen dieser Gebäude dürften Cum-Ex- und Cum-Cum-Investments ausgetüftelt worden sein.
Max Rumpenhorst / DPA
Banken-Skyline von Frankfurt: In einigen dieser Gebäude dürften Cum-Ex- und Cum-Cum-Investments ausgetüftelt worden sein.

7. Teil: Worum geht es beim Prozess in Bonn?

Am Mittwoch startet in Bonn der bundesweit erste Prozess im Zusammenhang mit dem Cum-Ex-Skandal. Angeklagt sind zwei ehemalige Wertpapierhändler der Hypovereinsbank. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Köln lautet auf schwere Steuerhinterziehung, verteilt auf 34 einzelne Fälle. Insgesamt sollen die Händler dem Fiskus einen Schaden von rund 447,5 Millionen Euro zugefügt haben. Den Angeklagten drohen schlimmstenfalls Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

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Zudem wurde kürzlich bekannt, dass das Bonner Gericht auch fünf Finanzhäuser zu dem Prozess hinzuzieht. Diese sitzen zwar nicht auf der Anklagebank. Sie sollen bei den umstrittenen Praktiken jedoch mitgeholfen haben - und könnten theoretisch zur Begleichung des Schadens zur Kasse gebeten werden. Bei den Unternehmen handelt es sich Medienberichten zufolge um die Holdinggesellschaft der Hamburger Privatbank M.M. Warburg, deren Tochter Warburg Invest, eine Fondsgesellschaft der französischen Großbank Société Générale, eine Tochter des US-Instituts BNY Mellon sowie die Hamburger Firma Hansainvest.

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