Mittwoch, 22. Mai 2019

Erstmals seit 2015 Commerzbank will wieder eine Dividende zahlen

Commerzbank-Tower in Frankfurt: Die Höhe der Zentrale steht in keiner Relation zur Dividende der Bank in den vergangenen Jahren

Aktien der Commerzbank Börsen-Chart zeigen haben am Montag zwischenzeitlich mehr als 2 Prozent hinzugewonnen. Die Bank erwartet nach eigenen Aussagen steigende Gewinne für das laufende Jahr. Da voraussichtlich keine nennenswerten Aufwendungen für den Umbau des Geldhauses mehr notwendig würden, solle im laufenden Jahr der Konzernüberschuss "signifikant" steigen, hieß es in dem am Montag in Frankfurt vorgelegten Geschäftsbericht.

Davon sollen die Aktionäre direkt profitieren: Die Bank bestätigte ihre Pläne, für das Geschäftsjahr 2018 wieder eine Dividende zu zahlen. Zuletzt hatten die Frankfurter für 2015 eine Mini-Dividende von 20 Cent je Anteilsschein gezahlt - das einzige Mal überhaupt seit der Finanzkrise, in der der Staat die Bank mit Milliarden Steuergeldern retten musste.

So richtig in Fahrt kommen dürfte das Geschäft aber auch 2018 noch nicht: Die Rahmenbedingungen blieben herausfordernd, schrieb die Bank. Der Wettbewerb werde härter. Zudem sind die Zinsen weiter niedrig, was das Geldverleihen weniger profitabel macht. Das Management rechnet vor diesem Hintergrund mit leicht rückläufigen Erträgen, also den Gesamteinnahmen. Das operative Ergebnis will die Commerzbank "nahezu" auf Vorjahresniveau halten - auch dank sinkender Verwaltungskosten angesichts des Umbaus.

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Auch mehr als zehn Jahre nach Ausbruch der Krise dümpelten die Gewinne bis zuletzt vor sich hin: Unter dem Strich verdiente die Commerzbank im vergangenen Jahr 156 Millionen Euro - nach 279 Millionen Euro im Jahr 2016 und 1,1 Milliarden Euro 2015. In den schwarzen Zahlen landete das Institut 2017 nur dank des Verkaufs von Tafelsilber wie der Konzernzentrale in Frankfurt. Negativ bemerkbar machten sich die Kosten für den Abbau Tausender Stellen.

rei/dpa

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