Bemerkenswerte Absicherung BVB besitzt rätselhafte Champions-League-Police

Von mm-newsdesk
Gut abgesichert: Szene aus dem DFB-Pokalviertelfinale Dortmunds gegen Hoffenheim Anfang April

Gut abgesichert: Szene aus dem DFB-Pokalviertelfinale Dortmunds gegen Hoffenheim Anfang April

Foto: AP/dpa

Aus dem Abstiegskampf ist Borussia Dortmund  zwar raus, für die Champions League-Qualifikation wird es in dieser Saison aber nicht mehr reichen. Es ist das erste Mal seit fünf Jahren, dass der Verein die Spitzenklasse Europas verpasst. Fünf Spieltage vor Saisonende stehen die Schwarz-Gelben auf Platz 9 der Bundesliga-Tabelle. Rückstand zu Platz vier: 18 Punkte.

Das mag sportlich bitter sein, finanziell dürfte es der Verein aber verkraften. Das liegt vor allem an einer bemerkenswerten Versicherungspolice, die das BVB-Management offenbar abgeschlossen hat.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge hat sich der BVB mit einer Versicherung gegen Einnahmeverluste abgesichert. Aus diesem Vertrag bekomme der Klub einen Großteil der Einnahmen ersetzt, die durch das Verpassen der Champions League verloren gingen.

Der Versicherungsvertrag des einzigen börsennotierten deutschen Fußballvereins sei schon 2012 abgeschlossen worden und laufe somit bereits das dritte Jahr, so Bloomberg. Vertragspartner ist demnach ein Konsortium mit etwa einem Dutzend Unternehmen unter der Führung der britischen Versicherer Catlin und XL.

Dabei handelt es sich im Verein offenbar um ein gut gehütetes Geheimnis: Lediglich drei Manager wüssten von der Police, schreibt Bloomberg mit Verweis auf eine informierte Person. Diese Vertraulichkeit sei von den Versicherern gefordert worden, um zu verhindern, dass die noch bis zum Saisonende von Jürgen Klopp trainierte Mannschaft im Kampf um einen guten Tabellenplatz nachlässt. BVB-Chef Hans-Joachim Watzke wollte dazu laut Bloomberg keine Stellungnahme abgeben.

Trainer Klopp hatte kürzlich angekündigt, den Verein verlassen zu wollen. Als Nachfolger wurde bereits der Ex-Mainzer Thomas Tuchel auserkoren. Die Aktie von Dortmund ist in diesem Jahr um 8,6 Prozent gefallen - unter anderem, weil früh klar war, dass der BVB die Champions League wohl verpassen würde.

Die drei Erstplatzierten der Bundesliga sind automatisch für die Champions League qualifiziert, ein vierter Klub kann über eine Ausscheidungsrunde teilnehmen.

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