Mittwoch, 21. August 2019

Boris Johnson Ein politischer Brandstifter will Großbritannien führen

Liebt die Pose: Boris Johnson hat viel von Donald Trump gelernt

Einen Tag nach der Europa-Wahl in Großbritannien hat die britische Premierministerin Theresa May am Freitag ihren Rücktritt angekündigt. Den Parteivorsitz gibt sie am 7. Juni ab, um den Weg für einen Nachfolger frei zu machen. Bis dieser feststeht, will sie als Regierungschefin im Amt bleiben.

Wie erwartet, hat Ex-Außenminister und Brexit-Befürworter Boris Johnson daraufhin angekündigt, als möglicher Nachfolger von Theresa May kandidieren. "Ich werde dafür kandidieren, Premierminister zu werden", sagt Johnson auf einer Konferenz in der Schweiz. Obwohl Johnson in seiner kurzen Amtszeit als britischer Außenminister eine schlechte Figur gemacht hat und sein Brexit-Kampagne von zahlreichen Lügen gekennzeichnet war, weswegen ihm nun sogar ein Gerichtsprozess droht, werden "BoJo" gute Chancen eingeräumt.

Die konservative Partei ist so heillos zerstritten und die Politik-Verdrossenheit in Großbritannien so groß, dass auch ein politischer Brandstifter wie Johnson gute Chancen hat, sich innerhalb der Tories durchzusetzen.

Johnson plädiert für einen Austritt Großbritanniens zu dem bislang geplanten Termin am 31. Oktober. Er denke nicht, dass es zu einem No-Deal komme, sagte Johnson. Man müsse allerdings auch bereit sein, den Verhandlungstisch zu verlassen und sich auf eine Situation ohne Abkommen einzustellen.

la/dpa

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