Sonntag, 8. Dezember 2019

Sixt Leasing startet an der Börse Erich Sixt: "In 30 Jahren wird die Aktie bei 1400 Euro sein"

Zuversichtlich für die Kursentwicklung: Erich Sixt

Die Leasing-Tochter des Autovermieters Sixt hat den Sprung an die Börse geschafft. Die Anteile starteten mit 20,40 Euro und damit 2 Prozent über ihrem Ausgabepreis. Im weiteren Verlauf rutschten sie unter 20 Euro, hielten sich aber besser als der deutsche Aktienmarkt.

Aufsichtsratschef Erich Sixt sagte Leasing auf lange Sicht eine ähnliche Entwicklung voraus wie der bisherigen Muttergesellschaft. Der Kurs der Sixt-Aktie habe sich seit dem Börsengang 1986 versiebzigfacht. "Wenn sie heute Sixt Leasing kaufen und wir treffen uns in 30 Jahren wieder, wird die Aktie bei 1400 Euro sein", sagte der 70-Jährige auf dem Börsenparkett.

Am Vortag war der Online-Händler Windeln.de an die Börse gegangen, hatte aber eine Schlappe einstecken müssen. Der Kurs war bis zum Börsenschluss um fast ein Fünftel zum Ausgabepreis von 18,50 Euro gefallen. Am Donnerstag ging es noch einmal um gut 6 Prozent abwärts.

Sixt Leasing hat mit fast 100.000 Flottenmanagement- und Leasingverträgen im vergangenen Jahr rund 575 Millionen Euro erwirtschaftet und vor Steuern 25,6 Millionen Euro verdient. Die Sixt SE zählt das Geschäft mit Leasing, dem Management ganzer Fahrzeugflotten und dem Verkauf von Neuwagen im Internet jedoch nicht mehr zum Kerngeschäft und entlässt die Tochter deshalb in die Unabhängigkeit.

Sixt kassiert 136 Millionen Euro und reduziert damit ihre Beteiligung auf 40 Prozent. Sixt Leasing fließen bis zu 111 Millionen Euro zu. Die Leasinggesellschaft hatte vorab eine Kapitalspritze von 30 Millionen Euro vom Mutterkonzern erhalten.

Erich Sixt sagte, beide Gesellschaften wollten den Erlös nutzen, um ihre Wachstumspläne zu finanzieren. Bei Sixt Leasing geht es um den Online-Verkauf von Neuwagen an Privatkunden und den Schritt ins Ausland, in der Autovermietung um die Expansion in die USA.

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ts/Reuters/dpa-afx

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