Montag, 17. Februar 2020

Börse Dax kaum verändert, Euro gibt kräftig nach

Geld für Aktionäre: Die besten Dividendenwerte im Dax
Daimler

Der Dax kann sich zum Wochenschluss nicht ins Plus retten. Der Euro gibt gegenüber dem US-Dollar deutlich nach. Anleger warten auf die Rede von Fed-Chefin Yellen.

Der Dax Börsen-Chart zeigen schloss am Freitag 0,4 Prozent tiefer bei 11.815 Punkten. Der MDax Börsen-Chart zeigen sank um 0,3 Prozent auf 20.916 Punkte. Der TecDax Börsen-Chart zeigen verlor 0,3 Prozent auf 1731,27 Punkte. Der EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen als Leitindex der Eurozone büßte 0,2 Prozent ein.

Euro gibt deutlich nach

Neu aufgeflammte Spekulationen auf eine nahende US-Zinserhöhung haben den Euro Börsen-Chart zeigen unterdessen auf Talfahrt geschickt. Die Gemeinschaftswährung verbilligte sich binnen Minuten um rund einen US-Cent auf 1,1081 Dollar. Auslöser des Kursrutsches war eine überraschend hohe US-Inflation. Ein fallender Wechselkurs macht die Waren europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger.

Die Verbraucherpreise in den USA stiegen - unter Herausrechnung der stark schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel - im April um 1,8 Prozent.

Anleger warten auf Rede von Fed-Chefin Yellen

Investoren warteten gespannt auf die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen am Abend. Von ihr erhofften sie sich Hinweise auf den Zeitpunkt der geplanten Zinserhöhung. "Die Fed befindet sich aber im Wartemodus", betonte Anlagestratege Alvin Tan von der Société Générale. "Wir gehen davon aus, dass sie die Zinsen im September anheben, diese Entscheidung aber nicht in den kommenden ein, zwei Monaten fällen wird."

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Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen gab zuletzt um 0,3 Prozent nach. Der S&P-500-Index verlor 0,2 Prozent und der Der Nasdaq-100-Index tendierte seitwärts. Am Montag werden die Börsen in den USA wegen des Memorial Day geschlossen bleiben.

Ifo-Index enttäuscht

Die Stimmung in deutschen Unternehmen hat sich im Mai erstmals seit einem halben Jahr eingetrübt, allerdings nur leicht. Das Ifo-Geschäftsklima fiel zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 108,5 Punkte. Bankvolkswirte hatten wegen der schwächeren Konjunktur im ersten Quartal einen stärkeren Rückgang erwartet.

"Trotz des leichten Rückgangs kann der Ifo-Geschäftsklimaindex als positiv bewertet werden", kommentierte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Vaduz. "Die aktuelle Lage wird sogar besser als im Vormonat eingeschätzt." Rings um den Globus herrsche derzeit wirtschaftliche Tristesse und entsprechend sei die einigermaßen solide Entwicklung des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers umso erstaunlicher.

RWE an der Dax-Spitze

Auf Unternehmensseite verteuerten sich die Aktien von RWE Börsen-Chart zeigen um 0,5 Prozent und waren damit Spitzenreiter im Dax. Laut "Handelsblatt" steigen die Chancen, dass die von der Bundesregierung angekündigte Klimaabgabe nun doch nicht kommt.

Für Gesprächsstoff sorgte die Hauptversammlung der Deutschen Bank vom Vortag. Deutlich mehr als ein Drittel des vertretenen Kapitals hatte dem Vorstand das Misstrauen ausgesprochen. "Das Abstimmungsergebnis war eine deutliche Abstrafung der Deutsche-Bank-Führung", sagte ein Händler. "Die Botschaft heißt klar: 'So geht es nicht weiter.'" Die Papiere der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen verloren 2,3 Prozent. Rechnet man den Dividendenabschlag heraus, notierten sie allerdings kaum verändert.

QSC springen im TecDax

Im Technologie-Index TecDax stiegen die Titel von QSC Börsen-Chart zeigen dagegen um bis zu 7,2 Prozent auf ein Siebeneinhalb-Monats-Hoch von 2,22 Euro. Börsianer verwiesen auf Gerüchte um eine mögliche Übernahme der Telekomfirma durch den Konkurrenten United Internet. Die United-Internet-Aktien lagen bei Herausrechnung des Dividendenabschlags auf dem Niveau des Vortagesschlusses.

Übernahmefantasien treiben Vodafone

Übernahmefantasien beflügelten auch Vodafone Börsen-Chart zeigen. Die Anteilsscheine des britischen Mobilfunkers stiegen um bis zu 5,6 Prozent und waren mit 256 Pence so teuer wie zuletzt vor mehr als 14 Jahren. Damit summiert sich das Plus der vergangenen Tage auf rund elf Prozent. Der Chef des US-Kabelnetzbetreibers Liberty Global, John Malone, hatte am Mittwoch gesagt, dass sein Unternehmen und Vodafone gut zusammenpassen würden.

Etliche Papiere mit Dividendenabschlag

Mangels sonstiger fundamentaler Nachrichten sorgten ansonsten vor allem Dividendenabschläge für größere Kursbewegungen. Nach einigen Hauptversammlungen am Vortag wurden am Freitag folgende Papiere ex Dividende gehandelt:

  • Deutsche Telekom,
  • Deutsche Bank,
  • United Internet,
  • ProSiebenSat.1,
  • Drillisch,
  • Pfeiffer Vacuum und
  • Freenet.

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la/ts/dpa-afx/Reuters

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