Mittwoch, 13. November 2019

Ergebnis einer US-Studie Bitcoin 2017 angeblich Richtung Rekordhoch manipuliert

War der große Bitcoin-Hype Ende 2017 vor allem ein großer Schwindel? Eine Studie, über die das "Wall Street Journal" berichtet, legt diese Vermutung offenbar nahe.

Wie die Zeitung schreibt, handelt es sich um eine Analyse, die zwei US-Professoren angefertigt haben und die am kommenden Montag im angesehenen "Journal of Finance" online veröffentlicht werden soll. Dem Papier zufolge manipulierte zwischen März 2017 und März 2018 ein Marktteilnehmer den Preis des Bitcoin, sodass dieser bis auf beinahe 20.000 Dollar stieg.

Etwa die Hälfte dieses Preisanstiegs gehe auf die Manipulation zurück, so die Studie. Der fragliche Marktteilnehmer habe zu dem Zweck die Plattform Bitfinex genutzt, die zu jener Zeit die größte Handelsplattform für Krypto-Währungen gewesen sei. Zudem habe sich der angebliche Manipulator einer zweiten Cyber-Währung namens Tether bedient, um die Nachfrage nach Bitcoin Börsen-Chart zeigen in die Höhe zu treiben.

Nach Angaben des "Wall Street Journal" enthüllt die Studie nicht die Identität des angeblichen Marktmanipulators. Ebenso wenig werde klar, ob dieser an seinen Transaktionen Geld verdient hat. Es gebe aber starke Hinweise darauf, dass Bitfinex zumindest in den angeblichen Schwindel eingeweiht gewesen sei, so die Zeitung. Die Plattform wies die Vorwürfe nach Angaben der Zeitung zurück.

Bereits im Laufe des Jahres 2016 hatte der Markt für Krypto-Währungen zunehmendes Interesse auf sich gezogen. Insbesondere der Kurs des Bitcoin, der größten Krypto-Währung, stieg immer weiter an. Im Laufe des Jahres 2017 entwickelte sich ein regelrechter Hype, bei dem die Preissteigerungen der Cyber-Gelder immer rasanter wurden. Ende jenes Jahres erreichte der Bitcoin sein bisheriges Rekordniveau bei 20.000 Dollar. Danach kam es zu einem jähen Rückgang der Preise.

Gegenwärtig notiert ein Bitcoin laut Plattform Coinmarketcap bei 9300 Dollar.

cr

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