Wintershall und Dea werden fusionieren BASF schmiedet Öl- und Gaskonzern mit russischem Oligarchen

Die geplante Fusion der BASF-Öl- und Gastochter Wintershall mit dem Rivalen Dea ist besiegelt. BASF und die Investorengruppe LetterOne haben eine verbindliche Vereinbarung zum Zusammenschluss ihrer jeweiligen Öl- und Gasgeschäfte unterzeichnet.
Mikhail Fridman: Seine LetterOne-Gruppe kaufte Dea von RWE und wird das Geschäft jetzt mit der BASF-Tochter Wintershall verschmelzen

Mikhail Fridman: Seine LetterOne-Gruppe kaufte Dea von RWE und wird das Geschäft jetzt mit der BASF-Tochter Wintershall verschmelzen

Foto: SERGEI KARPUKHIN/ REUTERS

Der Chemiekonzern BASF ist bei der angestrebten Übernahme der früheren RWE-Sparte Dea und der Verschmelzung mit der eigenen Tochter Wintershall einen großen Schritt vorangekommen. Mit dem Eigentümer LetterOne sei eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet worden, teilte BASF am späten Donnerstagabend in Ludwigshafen mit.

Früheren Angaben zufolge soll das neu entstehende Unternehmen Wintershall Dea heißen. BASF wird mit 67 Prozent die Mehrheit der Anteile an der Öl- und Gasfirma halten, LetterOne den Rest. Mittelfristig wollen die Eigner Wintershall Dea an die Börse bringen. Mit dem Abschluss des Geschäfts rechnet BASF im ersten Halbjahr 2019. Zuvor muss es von diversen staatlichen Stellen genehmigt werden.

BASF passt Ergebnisprognose für das Jahr 2018 an

Die LetterOne-Gruppe des russischen Milliardärs Mikhail Fridman hatte Dea mit Hauptsitz in Hamburg 2014 zunächst für rund 5,1 Milliarden Euro vom Stromversorger RWE übernommen. BASF hatte damals ebenfalls Interesse gezeigt, jedoch den Kürzeren gezogen. Dea übernahm dann 2015 vom Energiekonzern Eon dessen Öl- und Gasquellen in der norwegischen Nordsee für 1,6 Milliarden US-Dollar.

Wegen Änderungen für die Bilanzierung der Kasseler BASF-Tochter Wintershall passt der Konzern seine Jahresprognosen an. So soll das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nun leicht unter dem angepassten Wert für 2017 von 7,6 Milliarden Euro liegen. Beim Ebit rechnet BASF mit einem deutlichen Rückgang im Vergleich zu den 7,6 Milliarden Euro aus dem Vorjahr. Der Umsatz soll hingegen weiter leicht über den 61,2 Milliarden Euro von 2017 liegen.

rei/dpa/Reuters
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