Samstag, 19. Oktober 2019

Gewinneinbruch und optimistischer Ausblick des Chemieriesen BASF-Chef beschwört Ende der Leidenszeit

BASF-Chef Martin Brudermüller verspricht bessere Zeiten
Uwe Anspach/DPA
BASF-Chef Martin Brudermüller verspricht bessere Zeiten

Nach einem deutlichen Ergebnisrückgang im vergangenen Jahr soll es bei Europas größtem Chemiekonzern BASF Börsen-Chart zeigen im Jahr 2019 wieder aufwärts gehen. "Auch wenn das Umfeld herausfordernd und von hoher Unsicherheit geprägt ist, wollen wir profitabel wachsen", kündigte Vorstandschef Martin Brudermüller am Dienstag in Ludwigshafen an. "Mit unserer neuen Unternehmensstrategie werden wir 2019 als Übergangsjahr nutzen, um gestärkt daraus hervorzugehen."

Der Chemiekonzern rechnet mit einem leichten Umsatzplus von bis zu fünf Prozent und einem Anstieg des bereinigten operativen Gewinns (Ebit) von bis zu zehn Prozent. Im vergangenen Jahr war das Ergebnis um 17 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gesunken.

Auch die Dividende soll steigen: Die Ausschüttung an die Aktionäre soll wie erwartet um 10 Cent auf 3,20 Euro je Aktie erhöht werden. Die Aktie von BASF legte daraufhin am Dienstag im frühen Handel um rund 2 Prozent zu.

Der Vorstand erwartet, dass die beiden ersten Quartale 2019 noch vergleichsweise schwach sein werden, da das Unternehmen im Vorjahr von ungewöhnlich hohen Renditen bei den Kunststoffvorprodukten TDI und MDI profitiert hatte. Belastend wirkten sich zudem Kosten für die neue Strategie aus sowie eine gegenüber dem Vorjahr höhere Zahl geplanter Anlagenabstellungen.

Brudermüller erwartet Erholung in der Autoindustrie

Entscheidend für das Erreichen der Jahresziele seien daher eine Belebung der Geschäftsentwicklung, eine solide Nachfrage sowie erste Beiträge aus dem Sparprogramm im zweiten Halbjahr, betonte Brudermüller. Für die größte Kundengruppe der BASF Börsen-Chart zeigen , die Autoindustrie, erwartet er eine leichte Erholung nach dem Produktionsrückgang im Vorjahr.

Brudermüller hatte im November eine neue Strategie für BASF verkündet, zu der auch ein Sparprogramm gehört. Der Konzern soll schlankere Strukturen bekommen und seine Produktivität steigern. Die angestoßenen Veränderungen führten dieses Jahr zu merklich höheren negativen Sondereinflüssen.

Gewinneinbruch im Jahr 2018

Die Autoflaute, das Niedrigwasser im Rhein und der Handelsstreit zwischen den USA und China hatten beim weltgrößten Chemiekonzern BASF Börsen-Chart zeigen im Jahr 2018 für einen Gewinneinbruch gesorgt. Der Gewinn nach Steuern und Minderheiten fiel 2018 im Jahresvergleich um fast 23 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, teilte der Dax-Konzern am Dienstag mit.


Lesen Sie auch: Wintershall-Dea: Börsengang erst im zweiten Halbjahr 2020


Vor allem das Schlussquartal bereitete den Ludwigshafenern Probleme: Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel im Jahresvergleich um knapp 60 Prozent auf 630 Millionen Euro. Auch das Geschäft mit Basischemikalien lief deutlich schlechter.

Nach Steuern und Anteilen Dritter verdiente BASF im Schlussquartal 348 Millionen Euro und damit fast um 70 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz legte um gut zwei Prozent auf knapp 15,6 Milliarden Euro zu. Bei den Kennziffern übertraf BASF die Erwartungen der Analysten.

rei/dpa/Reuters

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung