Lockerung der Regulierung Trump nominiert neuen Chefaufseher für Bankenaufsicht

Randal Quarles: Der Mitarbeiter einer Private-Equity-Firma soll bei der US-Notenbank Fed für Bankenregulierung zuständig sein - und für Trump die Regeln lockern

Randal Quarles: Der Mitarbeiter einer Private-Equity-Firma soll bei der US-Notenbank Fed für Bankenregulierung zuständig sein - und für Trump die Regeln lockern

Foto: Keith Bedford/ REUTERS

US-Präsident Donald Trump drückt der US-Notenbank Fed zum ersten Mal mit einer Personalie seinen Stempel auf. Randal Quarles solle künftig für die Bankenregulierung verantwortlich sein, teilte das Weiße Haus mit.

Quarles ist ein ehemaliger Mitarbeiter des Finanzministeriums in der Regierung von George W. Bush und ist derzeit bei einer Private-Equity-Firma aus Salt Lake City tätig. Er soll auf Daniel Tarullo folgen, einem Verfechter einer strikten Bankenregulierung, der im April zurückgetreten war.

Die Personalie muss noch vom Senat bestätigt werden, in dem die Republikaner die Mehrheit haben. Zu Trumps politischem Programm gehört die Lockerung der Bankenregulierung, was viele Notenbanker sehr kritisch sehen. Die Regulierung war in Reaktion auf die Finanzkrise vor rund zehn Jahren verschärft worden.

Welche Position Quarles zur Geldpolitik hat, können Beobachter derzeit nicht mit Sicherheit sagen. Es sei noch zu früh, um einzuschätzen, ob er eher für eine lockere oder eine straffe Geldpolitik stehe, kommentierte Thu Lan Nguyen, Expertin bei der Commerzbank.

Zwar habe sich Quarles während der Präsidentschaft Barack Obamas kritisch über die Nullzinspolitik geäußert. "Doch das hatte US-Präsident Donald Trump ebenso, nur um sich nach den Wahlen als 'Niedrigzins-Person' zu bezeichnen."

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.