Elke König reicht es Bafin-Chefin wird oberste Bankenabwicklerin Europas

Wer es als Bank-Vorstand überzieht, bekommt es künftig mit Elke König zu tun. Die BaFin-Präsidentin wechselt auf eine EU-Behörde, die gerade im Aufbau ist.
Es muss sich alles die Waage halten: BaFin-Chefin König wird bald Bankenabwicklerin

Es muss sich alles die Waage halten: BaFin-Chefin König wird bald Bankenabwicklerin

Foto: Daniel Naupold/ picture alliance / dpa

Die Präsidentin der deutschen Finanzaufsicht BaFin, Elke König (60), soll Chefin der künftigen EU-Behörde zur Abwicklung von Krisenbanken werden. Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments stimmte am Montagabend in Straßburg für die studierte Ökonomin, sagte ein Sprecher der Volksvertretung. Als Vize-Chef der neuen EU-Einrichtung ist der Finne Timo Löyttyniemi nominiert.

Das Plenum stimmt am Dienstag noch formal über den Vorschlag ab. Die EU-Kommission hatte König offiziell für den Topposten vorgeschlagen. Königs Gegenkandidaten waren der belgische Notenbankchef Luc Coene und der frühere Präsident der Europäischen Investitionsbank, Philippe Maystadt. Die EU-Mitgliedsregierungen müssen der Ernennung auch noch pro Forma zustimmen. Die neue Behörde wird im kommenden Jahr in Brüssel aufgebaut. Die EU-Regeln für die Abwicklung treten dann im übernächsten Jahr in Kraft.

König ist er seit rund zwei Jahren Präsidentin der BaFin. Die deutsche Finanzaufsicht hat unlängst Kompetenzen an die Europäische Zentralbank verloren. Wer Königs Nachfolgerin wird, ist noch unklar. Sie selbst war 2012 als Externe zu der Behörde gestoßen, die dem Bundesfinanzministerium untersteht.

soc/dpa
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