Angeschlagener Küchenhersteller  Alno verschiebt erneut Bilanz-Veröffentlichung

Muss die Bilanz erneut verschieben: Küchenhersteller Alno in Pfullendorf (Baden-Württemberg)

Muss die Bilanz erneut verschieben: Küchenhersteller Alno in Pfullendorf (Baden-Württemberg)

Foto: DPA

Der angeschlagene Küchenhersteller Alno  hat erneut die Veröffentlichung seiner Bilanzen verschoben. Der Jahres- und Konzernabschluss für 2016 werde am 30. Juni vorgestellt, teilte das Unternehmen mit Sitz in Pfullendorf am Donnerstag mit. Eigentlich war die Veröffentlichung für diesen Freitag (9. Juni) geplant.

Es ist bereits das zweite Mal, dass der Küchenbauer den Termin verlegt: Ursprünglich hatte Alno die Zahlen am 28. April mitteilen wollen, die Veröffentlichung aber kurzfristig verschoben. Die Aktie ab auf die Nachricht am Donnerstagnachmittag um 3 Prozent nach.

Die nun erneute Verzögerung stehe im Zusammenhang mit der Amtsniederlegung des bisherigen Vorstandschefs Max Müller am 31. Mai und der Berufung von Christian Brenner in das Amt zum 1. Juni, hieß es in der Mitteilung weiter.

Brenner vertritt den Alno-Großaktionär Tahoe Investors, hinter dem die bosnische Unternehmerfamilie Hastor steht. Tahoe hatte sich im Februar bereits die Mehrheit im Aufsichtsrat des Küchenbauers Alno gesichert. Zugleich sorgte die Familie Hastor mit einer gescheiterten Machtübernahme beim bayerischen Autozulieferer Grammer für Schlagzeilen.

dpa
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