Donnerstag, 5. Dezember 2019

Alibabas Pläne für die Zukunft des Einkaufens Die Zukunft des Konsums - was Alibaba in Deutschland plant

Alibaba: Der Chinesische Tech-Konzern will die Zukunft des Einkaufens gestalten
ddp/abaca press
Alibaba: Der Chinesische Tech-Konzern will die Zukunft des Einkaufens gestalten

5. Teil: Ich weiß, was Du gestern gekauft hast

Und auch bei der Verschmelzung von Offline und Onlinekommerz - dem "New Retail", wie Alibaba es nennt, wollen die Chinesen ganz weit vorne mitspielen. Dafür entwickelt der Konzern Technologien, die eine nahtlose Verbindung von on- und Offline-Erlebnissen ermöglichen soll: von Bildschirmen, die Kunden im Vorbeigehen erkennen und deren Geschlecht und Alter einschätzen über smarten Spiegel, die Kunden passende Artikel empfehlen bis hin zu Sensoren, die beim Anfassen der Ware auf benachbarten Displays passende Produktinformationen abrufen.

Warum Europa und Deutschland dennoch wichtig sind

Hier experimentieren die Chinesen fleißig - beispielsweise mit dem Schweizer Händler Intersport, in dessen im Mai eröffneten Pekinger "Tmall x Intersport Megastore" oder der eigenen smarten Supermarktkette Hema.

Auch mit Bosch oder SAP arbeitet Alibaba zusammen. Entwickelt mit den Deutschen beispielsweise einen fahrerlosen Parkservice und arbeitet mit SAP im Cloudbereich zusammen. Und betreibt alleine in Deutschland zwei Datencenter.

Und auch für seinen Zahlungsabwickler Alipay, mit dem sich ebenso online und stationärer handel verbinden lassen - sucht Alibaba hierzulande - neben Pionieren wie Rossmann - stets neue Kunden.

Bei aller technischer Expertise braucht es dann aber doch Waren, für die einkaufsfreudigen chinesischen Mittelklassekunden ihr Geld ausgeben wollen. "Zeremonien" auf europäischen Baby- und Naturkosmetikmessen dürften Alibaba-Chef Karl Wehner daher wohl auch in Zukunft nicht erspart bleiben.

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