Freitag, 6. Dezember 2019

Alibabas Pläne für die Zukunft des Einkaufens Die Zukunft des Konsums - was Alibaba in Deutschland plant

Alibaba: Der Chinesische Tech-Konzern will die Zukunft des Einkaufens gestalten
ddp/abaca press
Alibaba: Der Chinesische Tech-Konzern will die Zukunft des Einkaufens gestalten

4. Teil: Schöner shoppen per Gesichtserkennung

Und auch Alibaba sieht sich selbst nicht als Händler, sondern als Tech-Konzern. Neben dem klassischen Marktplatzgeschäft hat Alibaba, das anders als Amazon gar kein eigenes Inventar hat, sondern Händlern nur die technologische Handelsplattform bietet, in den vergangenen Jahren ein riesiges Ökosystem aufgebaut.

Wie Amazon betreiben die Chinesen ein Cloud-Geschäft, das zwar noch nicht profitabel ist, dafür aber in riesigen Schritten wächst. Weltweit haben sich die Chinesen hier hinter Amazon, Microsoft und Google-Mutter Alphabet - vorbei an IBM - bereits auf Platz vier der größten Public-Cloud-Anbieter manövriert - mit Kunden wie Nestlé, Philips oder KPMG.

Und auch um den Handel herum, hat Alibaba ein riesiges Ökosystem errichtet - vom Bezahldienst Alipay, an dessen mit 150 Milliarden Dollar bewerteter Mutter Ant Financial Alibaba mit 33 Prozent beteiligt ist, über das Werbe- und Streaminggeschäft bis hin zu Logistik, dem Business mit Hardware, KI-Dienstleistungen und Chips und Internet-of-Things-Technologien. So will die Halbleitersparte des Konzerns im kommenden Jahr einen KI-Chip auf den Markt bringen, der in selbstfahrenden Autos und intelligenter Logistik eingesetzt werden soll.

Schon jetzt nutzt nach den Worten Wehners beispielsweise die Alibaba-Heimatstadt Hangzhou bereits intelligente Alibaba-Technologie, mit der sich Ampelsysteme so steuern lassen, dass Rettungsfahrzeuge schneller mit ihren Patienten schneller ins Krankenhaus kommen.

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