Freitag, 13. Dezember 2019

Alibabas Pläne für die Zukunft des Einkaufens Die Zukunft des Konsums - was Alibaba in Deutschland plant

Alibaba: Der Chinesische Tech-Konzern will die Zukunft des Einkaufens gestalten
ddp/abaca press
Alibaba: Der Chinesische Tech-Konzern will die Zukunft des Einkaufens gestalten

3. Teil: Warum Alibaba kein Händler ist

Gerüchten über eine bevorstehende Exportoffensive oder eines eigenen Logistikzentrums in Deutschland erteilt Wehner denn auch im Gespräch mit mm.de erst einmal eine klare Abfuhr.

"Die Nachfrage in China ist so groß, dass wir mit unseren Ressourcen natürlich auch haushalten müssen - und Prioritäten setzen, in welchen Märkten wir gehen."

Und da, so Wehner, spiele neben dem Anteil der Smartphone-Nutzer auch der bestehende Nutzungsgrad des Alibaba-Angebots eine Rolle. Messwerte, die Deutschland bei aller Kaufkraft nach dieser Logik nicht gerade zum ersten Expansions-Ziel machen würden. Und wohl auch weil Amazon hier mit einem E-Commerce-Anteil von mehr als 50 Prozent ein recht starker Wettbewerber wäre.

Lieber geht Alibaba da nach Russland, wo die Chinesen schon stark im Markt vertreten sind. Oder nach Südostasien, wo die Chinesen über den 2016 von Rocket Internet gekauften Onlinehändler Lazada schon eine gute Stellung im Markt haben.

Tatsächlich machen die klassische Handelsumsätze außerhalb Chinas bislang nur einen Bruchteil - zuletzt 6 Prozent - von Alibabas Kerngeschäft aus.

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung