Mittwoch, 11. Dezember 2019

Alibabas Pläne für die Zukunft des Einkaufens Die Zukunft des Konsums - was Alibaba in Deutschland plant

Alibaba: Der Chinesische Tech-Konzern will die Zukunft des Einkaufens gestalten
ddp/abaca press
Alibaba: Der Chinesische Tech-Konzern will die Zukunft des Einkaufens gestalten

2. Teil: Was Alibaba in Deutschland will

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg - auch wenn Alibaba in atemberaubendem Tempo wächst. Allein in dem im August abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Umsatz um satte 61 Prozent auf rund 10,2 Milliarden Euro zu. Wegen der massiven Investitionen in Offline-Geschäfte, Logistik und Cloud-Geschäft stand allerdings "nur" ein Gewinn von umgerechnet 1,1 Milliarden Euro zu Buche - ein Minus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Gesamtjahr soll dann ein Umsatzplus von 45 bis 49 Prozent unter dem Strich stehen. Fast 1500 Euro gibt jeder Alibaba-Kunde, darunter viele Händler, pro Jahr rein rechnerisch mittlerweile aus - in durchschnittlich 123 Bestellungen.

Hierzulande warten viele, dass Alibaba endlich auch den deutschen Markt für den Absatz entdeckt - wie Amazon, Wish oder auch der chinesische Konkurrent J.D.com.

Doch bislang macht Alibaba keine Anstalten, den deutschen Markt wie im Sturm zu erobern. Zwar können Kunden auch hierzulande längst über Alibaba-Plattformen Waren bestellen. Der Umfang ist mit geschätzt 50.000 bis 100.000 Päckchen aber noch vergleichsweise gering, wenn man bedenkt, dass Deutschland für Amazon hinter den USA der stärkste Markt ist. Und auch die Zahl der Mitarbeiter ist mit "ungefähr zwei Hand voll" wie Wehner es ausdrückt, bislang recht übersichtlich.

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