Visionix Gewinnwarnung wurde abgestraft

Die Papiere des israelischen High-Tech-Unternehmens Visionix haben nach einer Gewinnwarnung rund ein Viertel ihres Wertes verloren. Die Titel führen damit die Verliererliste am Neuen Markt an.

Frankfurt am Main - Die Aktien des Herstellers von optischen Messgeräten notierten gegen 15 Uhr mit minus 24 Prozent auf 11,95 Euro. "Die schwachen Zahlen haben den Markt eindeutig enttäuscht", sagte ein Händler der Bank Kling, Jelko, Dr. Dehmel.

Zusätzlich belaste, dass zur Zeit die Haltefrist für die Papiere der Altaktionäre auslaufe: "Auch dadurch kommen mehr Aktien in den Markt."

Prognosen für das ganze Jahr hinfällig

Das seit Januar am Neuen Markt gelistete Unternehmen hat seine Planzahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres wegen der Auslieferung fehlerhafter Software nicht erreicht. Der Umsatz von 3,3 Millionen Dollar blieb hinter den Erwartungen von 5,1 Millionen Dollar zurück. Auch der Reingewinn lag mit 315.000 Dollar unter den Schätzungen von 950.000 Dollar.

Visionix teilte mit, dass auch die Gesamtjahresprognosen von 8,8 Millionen Dollar beim Umsatz und von 1,9 Millionen Dollar beim Gewinn nicht erreicht werden können.

Verluste durch fehlerhafte Software

Als Ursache nannte das Unternehmen, dass neben den Messgeräten auch die Technologie für die Geräte liefert, Fehler bei der Software. Großhändler und Endbenutzer hatten diese Fehler festgestellt.

Die Herstellung eines Software-Upgrades habe die Auslieferung von weiteren Produkten verzögert. Die vollständige Fertigstellung der endgültigen Software-Version erwartet Visionix erst zum Jahresende. Mit einem Umsatzanstieg sei deshalb erst ab dem ersten Quartal 2001 zu rechnen.

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