Credit Suisse Schweizer machen Privatbank für Microsoft

Nach dem Aufstieg der Discountbroker schlägt jetzt die Stunde der Finanzportale. Nach der Deutschen Bank startet auch Microsoft mit einem Angebot für Privatanleger. Mit dabei ist die Schweizer Credit Suisse.

Zürich - Die Schweizer Großbank Credit Suisse Group und der US-Softwarehersteller Microsoft wollen über das Microsoft-Portal MSN gut gestellten Privatkunden die Abwicklung von Börsengeschäften anbieten.

Die Kooperation sei Teil des Microsoft-Finanzkanals MoneyCentral, der in den kommenden Wochen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien starten soll.

Wenig Redaktion, viel Verkauf

MoneyCentral ist eine von Microsoft redaktionell aufgefrischte Plattform, auf der Banken Werbeplätze kaufen können. Privatkunden können über eine Gratis-Software von Microsoft Aktien analysieren.

Geordert werden können die Papiere dann bei den Kooperationspartnern, die sich bei MoneyCentral eingekauft haben.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Moneyshelf, ein Angebot der Deutschen Bank. Moneyshelf startete vor rund vier Wochen.

MoneyCentral von Microsoft hat sich in den vergangenen Jahren deutlich von einem redaktionell geprägten Ratgeber- und Informationsdienst zu einer Verkaufsplattform gewandelt. Die Präsenz der zahlenden Kooperationspartner ist dabei immer stärker geworden.

Im kommenden Jahr soll das Microsoft-Angebot auch Kunden in der Schweiz, Italien und Spanien verfügbar sein. Dann wollen die Partner auch Unternehmen Finanzdienstleistungen über das Internet anbieten.

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