Dino Aktienkurs bricht nach Gewinnwarnung ein

Firmenchef Christian Neuber hat mit den Pokémons zu kämpfen. Die Monster lassen sich nicht wie gewünscht vermarkten. Statt eines Gewinns droht nun ein Verlust in Millionenhöhe. Die Börse straft das Unternehmen ab.

Stuttgart - Wie Dino mitteilte, erwartet das am Neuen Markt notierte Unternehmen statt des zur Jahresmitte angepeilten Vorsteuergewinns von zwölf Millionen nun einen Verlust von neun Millionen Mark. Der Vorstand rechne nun außerdem nur noch mit einem Umsatzwachstum von 18 Prozent auf 70 Millionen Mark.

Ursprünglich hatte Dino mit einem Umsatzplus von 38 Prozent gerechnet. Als Hauptgrund für den Rückgang nannte das Unternehmen höhere Zukunftsinvestitionen, eine längere Anlaufphase für bestimmte Produkte und deutlich niedrigere Auflagen in den Monaten August und September.

Die Dino-Aktie ist am Mittwoch um über 30 Prozent eingebrochen. Damit notiert das Papier weit unter 20 Euro. Die Firma ging im November vergangenen Jahres zu 22 Euro an den Neuen Markt.

Wie schon andere Unternehmen in den vergangenen Wochen seien auch Dino entertainment heute nach der Umsatzwarnung massiv abgestraft worden, sagte ein Frankfurter Händlerin. Große Verkäufe zeigten, dass sich insbesondere institutionelle Anleger aus dem Wert verabschiedeten. Zudem seien auch die Ergebnisse des dritten Quartals sehr enttäuschend ausgefallen.

Grund für diese Entwicklung sollen höhere Zukunftsinvestitionen sowie Verzögerungen im Lizenzierungsverfahren für das Merchandising der japanischen Pokémon-Figuren sein. Zudem würden die für 2000 geplanten Merchandising-Umsätze zu den Charakteren Simpsons und Looney Tunes überwiegend erst 2001 realisiert.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat Dino Entertainment ihren Umsatz um 16 Prozent auf 50 Millionen Mark gesteigert. Das Vorsteuerergebnis habe sich von plus 2,9 Millionen Mark im Vorjahreszeitraum auf minus 7,0 Millionen Mark verringert. Die Verkaufsauflagen in den Monaten August und September seien deutlich unter den Erwartungen geblieben.