Mietshäuser Erträge steigen

Die Rendite aus Mietwohnhäusern steigt laut RDM-Studie in diesem Jahr für Anleger um bis zu 2 Prozent.

Hamburg - Aufgrund sinkender Immobilienpreise verbessere sich für ältere Gebäude, die vor 1948 gebaut wurden, im Vergleich zum Vorjahr die Bruttoanfangsrendite um 0,2 Punkte auf 8,4 Prozent. Für neuere Gebäude steige sie um 0,1 Punkte auf 7,3 Prozent. Dies geht aus einer Erhebung vom Ring Deutscher Makler (RDM) hervor, die am Freitag in Hamburg vorgelegt wurde.

Mietwohnhäuser und kleinere Geschäftshäuser mit Wohnanteil bleiben nach Meinung des RDM auch in Zukunft als klassische Renditeobjekte zur Vermögensbildung attraktiv. "Daran dürften auch die Auswirkungen der Steuerreform mit verschlechterten Abschreibungsmöglichkeiten für Häuser in Sanierungsgebieten sowie für denkmalgeschützte Häuser nur wenig ändern", urteilte der RDM. Dies gelte umso mehr, als Neubauinvestitionen aufgrund des eingeschränkten Verlustausgleichs unter Ertragsdruck geraten könnten.

Der Maklerverband rechnet aufgrund der neuen Steuergesetze für 1999 mit einem zunehmenden Interesse der Anleger für gebrauchte Objekte. Allerdings müßten Privatanleger künftig einen längeren Atem mitbringen. Von Januar an seien Gewinne aus dem Verkauf nicht selbstbewohnter Immobilien erst nach zehn Jahren steuerfrei.

Nach der RDM-Studie kosten ältere Mietshäuser (vor 1949) zur Zeit etwa das 11,92fache ihrer Jahresnettomiete. Neuere Häuser aus den vergangenen drei Jahrzehnten würden für das 13,63fache angeboten. Im Vergleich zu den Marktverhältnissen 1993 haben die Preise für ältere Häuser laut RDM je nach Region zwischen acht und neun Prozent nachgegeben, die für neuere Häuser sogar über zehn Prozent. Diese rückläufige Preisentwicklung führt der Maklerverband vor allem auf das große Neubauvolumen der vergangenen drei Jahre zurück. Zudem dürfte auch der Aktienmarkt dem Immobilienmarkt Anlagekapital entzogen haben, urteilte der RDM.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.