General Motors Alles andere als rosige Zeiten

Der größte Autokonzern der Welt kommt in Europa nicht auf den grünen Zweig. Rund 209 Millionen Euro Verlust fuhr er im dritten Quartal auf dem alten Kontinent ein. Und es ist keine Besserung in Sicht.

Detroit - Der Überschuss ist von Juli bis September um 5,5 Prozent auf knapp eine Milliarden Euro gesunken, teilte der größte Autokonzern mit.

Auch wenn in Nordamerika das Nettoergebnis um 8,5 Prozent gestiegen sei, herrsche auf diesem regionalen Markt ein Preiskampf, der die Autombilbauer zu weiteren Kostensenkungen zwinge.

Negative Entwicklung setzt sich fort

General Motors rechnet für das vierte Quartal mit einer Fortsetzung der negativen Entwicklung in Europa. Grund dafür ist der harte Preiswettbewerb. Die Ergebnisse auf dem europäischen Markt sollen auch durch den schlechten Start des neuen Opel Corsa beeinträchtigt worden sein.

Verluste schreiben nach Einschätzung des Unternehmens auch weiterhin die Tochtergesellschaften GM Asia Pacific und Hughes Electronics Corp schreiben.

Unzufrieden mit den Zahlen

Alles andere als rosig sieht es ebenfalls bei der General Motors-Tochter in Deutschland aus. "Wir können mit den Zahlen nicht zufrieden sein", sagte der seit Anfang Oktober bei der Rüsselsheimer Opel AG amtierende Finanzchef Walter Borst. Absatzeinbrüche und hohe Investitionen machen ihm schwer zu schaffen.

Doch Borst macht sich Mut: "Es gibt in der Automobilindustrie immer Zyklen bei der Entwicklung einzelner Unternehmen."

Neuer Corsa soll in Deutschland Wende bringen

Der Amerikaner mit deutschen Vorfahren, der zuvor die Risikopositionen des Mutterkonzerns General Motors in New York überwacht hat, setzt anders als die US-amerikanischen Kollegen noch auf den seit dem Wochenende erhältlichen neuen Corsa und den Kleinwagen Agila. Er glaubt daran, mit ihnen wieder an bessere Zeiten anknüpfen zu können.

In Eisenach, wo am Wochenende das zehnjährige Bestehen des dortigen Opel-Werks gefeiert wurde, knüpft man ebenfalls große Hoffnungen an den neuen Corsa. Mehr als eine Million Opel sind in der Wartburgstadt seit 1990 produziert worden, hauptsächlich Corsa.

Insgesamt hat Opel in den Standort bereits zwei Milliarden Mark investiert. Für eine Milliarde Mark wird nach dem Eisenacher Vorbild derzeit bis 2002 auch das Stammwerk in Rüsselsheim modernisiert.

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